Klieken (hru/sza) l Fußball-Kreisligist FSG Vorfläming II unterlag der SG Blau-Weiß Klieken II mit 0:3 (0:1).

Trainer Helmut Rudolf hatte 14 Spieler im Aufgebot. Dennoch musste er auf sieben Positionen umstellen. Wieder einmal stand kein Torhüter zur Verfügung. Sven-Bernd Friedrich musste einspringen und machte seine Sache sehr ordentlich. Gegenüber dem letzten Spiel waren alle fünf Abwehrpositionen neu besetzt. Mit dem frühzeitigem Ausscheiden von Jonas Rudolf (15.) fand Max Weimeister nach längerer Verletzungspause nur schwer ins Spiel.

In der ersten Hälfte schenkten sich beide Teams nichts. Es war ein typisches Kampfspiel mit vielen unschönen Szenen, wobei Schiri Ingolf Kirsch (Lok Dessau) nicht Herr der Lage war. Wieder einmal fing sich die FSG ein billiges Tor ein. Ein verunglückter Torschuss trudelte quer durch den Strafraum. Alle Abwehrversuche misslangen. Nur Torschütze Stolz war auf der Höhe und drückte ihn am linken Pfosten über die Linie (40.).

Nach der Halbzeitpause nahm Rudolf den Gelb-Rot-gefährdeten Stefan Ritter aus dem Spiel (58.). Für ihn kam Christian Bartsch und erarbeitete sich mehrere gute Möglichkeiten, hatte aber nicht das Glück des Tüchtigen. So wurde es die Zeit des "Abseitskönigs" Dorn, der sich fast nur hinter der FSG-Abwehr bewegte und dabei die Gunst des Schiris hatte. Beim 2:0 befand er sich fast drei Meter im negativen Abseits, wurde aber beim Abspiel aktiv. Nur der Pfiff blieb aus, auch zu seiner Überraschung, denn er konnte in aller Ruhe einschieben (51.).

"Solche Tatsachen-Entscheidungen sind immer bitter", so Rudolf, "so auch in der 63. Minute, wo er beim Anspiel nach vorn im Strafraum vor seinem Abwehrspieler stand und zum 3:0 vollendete".

Kees de Vries traf zum 1:3-Anschluss, als er in einen Freistoß hineinlief und aus Nahdistanz direkt vollendete (66.). Es kam etwas Hoffnung auf. Leider gab es im Spiel nach vorn zu viele Ungenauigkeiten, die immer wieder den Spielfluss unterbrachen und den Gegner in Vorteil brachten. So wurde es eine bittere Niederlage.

"Es ist schon etwas komisch. Immer zu den Heimspielen der Kliekener steht eine spielstarke Elf auf dem Feld. Wenn sie nach Garitz kommt, sieht es immer ganz anders aus. Viele Vermutungen liegen nahe, besonders dann, wenn die Landesklasse erst einen Tag später spielt", wunderte sich der Coach.

"Schade, dass Schiedsrichter Kirsch bei den Toren zwei und drei dem Torschützen freien Lauf gab und es in einigen Situationen nur Verwarnungen für die FSG-Spieler gab, obwohl mehrere Fouls der Kliekener, zweimal Nachschlagen und eine Tätlichkeit, ungeahndet blieben", resümierte Rudolf.

Die FSG hatte sich mehr verdient, denn sie spielte ordentlich mit und war ein gleichwertiger Partner.

FSG II: Friedrich - Göricke (75. Bilepp), Reich, Krause, Schmidt, Edner, de Vries, Steinert, Rudolf (16. Weimeister), Fräßdorf, Ritter (58. Bartsch).

SR: Ingolf Kirsch (Lok Dessau). ZS: 17.