Zerbst (mhe) l Gegen den Zweitbundesliga-Aufsteiger Grün-Weiß Mehltheuer aus Sachsen konnte die zweite Kegel-Mannschaft des SKV Rot-Weiß Zerbst denkbar knapp mit 5:3 Mannschaftpunkten (MP) und 3402:3392 Kegeln gewinnen.

Nach einem fulminanten Start durch Robert Heydrich und Stefan Stortz entwickelte sich ein spannendes Match auf Augenhöhe. Heydrich überzeugte mit seiner bisher stärksten Saisonleistung gegen Lutz Möckel und holte nach 4:0 Satzpunkten (SP) und dem Tagesbestwert von 650:527 Kegeln den ersten MP.

Stortz, der nach 300 Kegeln nach 60 Wurf noch deutlich führte, musste mit 1:3 SP gegen Daniel Höring seinen MP abgeben (544:604).

Im Mittelpaar bewies Steffen Heydrich seine diesjährig stabile Leistung. Mit nur einer unterdurchschnittlichen Bahn gewann er nach Satzgleichheit gegen Thomas Großer mit 561:546 Kegeln. Robert Herold lieferte sich parallel mit Dirk Lorenz ein packendes Duell, welches erst in den letzten Kugeln entschieden wurde. Nach Satzgleichheit gewann schließlich der Vogtländer mit guten 589:580 Kegeln.

Der Schluss-Durchgang war anschließend an Dramatik nicht zu überbieten. Die Gäste kamen mit Alexander Kelz und Florian Lamprecht mächtig auf. Dem konnten Sven Palmroth und Hannes Bräse nur wenig entgegensetzen, so dass der Zerbster Vorsprung schnell zusammenschmolz.

Da Palmroth, der seinen ersten Einsatz nach langer Verletzung absolvierte, nicht ins Spiel fand, kam Stefan Heckert für ihn zum Einsatz. Heckert riss die Partie herum und holte den wichtigen MP gegen Kelz nach 2,5:1,5 SP und 544:569 Kegeln.

Da Lamprecht auf der letzten Bahn den Faden verlor, gelang es Bräse, den Vorsprung ins Ziel zu retten. Nach 2:2 SP und 523:557 Kegeln musste er seinen Punkt aber dem Gästespieler überlassen.

So konnte sich Mannschaftsleiter Martin Herold, der beim Weltpokal in Österreich weilte, über den Sieg seines Teams freuen: "Wir haben vom Ergebnis heute sicherlich einiges liegen gelassen, aber mit Kampf die wichtigen Punkte geholt". Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu, dass "dabei der Sieg sogar deutlich sicherer ausfiel als bei der ersten Mannschaft im Weltpokalfinale".

In der Tabelle führen die Zerbster weiterhin verlustpunktfrei mit 8:0 Punkten.