Am Samstag hatte Handball-Anhaltligist HSV 2000 Zerbst die zweite Mannschaft des HBC Wittenberg zu Gast und siegte nach einer deutlichen Steigerung verdient mit 29:18 (12:9).

Zerbst (mna/sza) l Die Gäste reisten mit nur einem Ersatzspieler an, was dem HSV fast das Genick gebrochen hätte.

Vor zirka 100 Zuschauern wurde die Partie angepfiffen. Der HSV geriet schnell in Rückstand und fand nur sehr schleppend ins Spiel. Bereits in der zwölften Minute stand es 5:2 für Wittenberg. Die Zerbster leisteten sich technische Fehler wie am Fließband. Dieses Unvermögen des HSV wurde von den Wittenbergen hart bestraft.

"Leider hatten wir gefühlte 20Fehlwürfe und haben somit ein eindeutigeres Ergebnis verfehlt."

Spielertrainer Markus Natho.

Trainer Fabian Schwenger reagierte mit seiner Auszeit. Danach kam der HSV langsam ins Spiel. Die Deckung stand etwas besser und es konnten einige Angriffe abgewehrt werden. Jedoch dauerte es bis zur 23. Minute, ehe der HSV das erste Mal in Führung gehen konnte. Ab jetzt steigerten sich die Zerbster stetig. Bis zum Halbzeitpfiff konnten sie ihre Führung auf 12:9 ausbauen.

In der Pause wurde über die gemachten Fehler gesprochen und die Marschroute für die zweite Hälfte festgelegt.

Kaum aus der Kabine startete der HSV durch. Über die schnelle Mitte und die zweite Welle wurde der Vorsprung weiter auf 17:10 ausgebaut. Angriff um Angriff wurde nun vom Zerbster Mittelblock, Steven Kieler und Mathias Krümmling, geblockt. Die da- raus gewonnenen Bälle wurden konsequent in Tore umgesetzt.

"Hier zeigte sich Lucas Ille in beeindruckender Form. Kommt er aus vollem Lauf, ist er kaum zu bremsen", lobte Spielertrainer Markus Natho den Nachwuchs-Handballer. Doch er übte auch Kritik: "Leider hatten wir gefühlte 20Fehlwürfe und haben somit ein eindeutigeres Ergebnis verfehlt."

In der 53. Minute zeigte Routinier Sven Miotke seine Gelassenheit vom Siebenmeter-Punkt und erzielte das 24:14 für seine Mannschaft.

In den letzten Minuten wechselte Trainer Schwenger den jungen Dennis Franz ein. Dieser ließ sofort seine Schnelligkeit aufblitzen. Leider merkte man ihm seine Nervosität an und somit blieb ihm sein Treffer verwehrt. "Aber er zeigte gute Ansätze und bewies, dass er der Mannschaft weiter helfen kann", so Natho.

Am Ende einer doch noch guten zweiten Hälfte, nachdem Wittenberg im ersten Durchgang dem HSV sehr gut Paroli geboten hatte, gewann der Gastgeber klar mit 29:18.

Nun hat der HSV wieder vier Wochen Pause und genug Zeit, um sich auf das Spiel beim Tabellenführer Holzdorf vorzubereiten.

HSV 2000 Zerbst: Geilich, Engler - Rummel, Krümmling (4/1), Miotke (1/1), Hohmann (3), Tiepelmann, Kieler (1), Ille (9), Franz, Borchers (3), Natho (8/3).