Am Wochenende besiegte der Kreispokalverteidiger SC Vorfläming Nedlitz den Tabellendreizehnten der Landesklasse 5, den SV Chemie Rodleben, mit 2:0 (1:0) und zog in die nächste Pokalrunde ein.

Nedlitz l Von der Konstellation her war mit einem spannenden Landesklasse-Duell zu rechnen. Beide Teams plagten Personalprobleme.

Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der die Heimelf bereits in der fünften Minute nach sehenswerter Kombination durch Thomas Sanftenberg eine verheißungsvolle Torchance hatte, doch SV-Keeper Christoph Köhler hielt glänzend.

Die Nedlitzer erspielten sich leichte Feldvorteile, konnten aber kein Kapital daraus schlagen. Wichtig war, dem SV-Spielmacher Benny Woitka nicht den nötigen Spielraum zu lassen. Die Partie verflachte zusehends.

Nach einem gefühlvollen Freistoß von David Ritze ließ Hannes Mielchen Köhler zur 1:0-Führung keine Abwehrchance (20.). Nach feiner Einzelleistung von Philip Alarich verfehlten dessen Flanke gleich zwei SC-Spieler. Auch SC-Keeper Marcus Hoffmann war nicht ganz arbeitslos. In der 35. Minute verhinderte er mit einer Glanzparade den Ausgleichstreffer.

Nach dem Wechsel wollte die Heimelf eine Vorentscheidung, doch die Gäste hielten voll dagegen. So konnte Hoffmann nochmals einen Gegentreffer verhindern (53.).

Nach der kurzen Druckphase der Gäste übernahmen die Nedlitzer das Geschehen. Ein 20 Meter-Kracher von Maik Fambach verfehlte knapp das Ziel (56.). Ein Alleingang von Fambach wurde im gegnerischen Strafraum durch Foulspiel unterbunden. Sofort zeigte der aufmerksame Schiedsrichter Sebastian Knick (Dessau-Roßlau) auf den Punkt. Ritze verwandelte für Köhler unhaltbar zum 2:0 (62.).

Die Gäste bäumten sich zwar nochmals auf, konnten die SC-Kicker aber nicht ernsthaft gefährden. Bei einem Schuss von Mielchen musste sich Köhler mächtig strecken (69.). Kurz darauf musste Hoffmann mit einer Glanzparade den Anschlusstreffer verhindern (71.). Die letzte nennenswerte Chance der Gäste hatte Martin Thamm, doch seinen platzierten Kopfball lenkte Hoffmann um den Pfosten (75.).

Bei beiden Mannschaften war ein Kräfteverschleiß erkennbar. Sie mussten dem schweren Boden Tribut zollen.

Die Schlussphase gehörte der Heimelf. Nach präziser Flanke von Michael Specht war Florian Lehmann per Kopf zur Stelle und verfehlte das Ziel haarscharf (84.).

Es blieb in der auf durchschnittlichem Niveau stehenden Partie beim verdienten 2:0-Sieg für Nedlitz. Das Schiedsrichter-Kollektiv hatte in diesem fairen Spiel mit den Akteuren keine Probleme. Somit erreichten die Nedlitzer ihr Vorhaben, in die nächste Runde einzuziehen.

Dieser Sieg sollte den Kickern für die kommenden schweren Punktspiele Auftrieb und Selbstvertrauen geben. Am Wochenende müssen sie auswärts beim Neuling Medizin Magdeburg antreten.

SC Nedlitz: Hoffmann - Alarich, Ritze, Juskowiak, Scheil, Nitschke (80. Specht), Schmidt, Mielchen, Fambach, Sanftenberg (60. Lehmann) und Kuklin (73. Beckmann).

SR: Sebastian Knick (Dessau-Roßlau), Torsten Hüttig, Ingolf Kirsch. ZS: 40.