Garitz (hru/sza) l Kreisligist FSG Vorfläming II standen erstmalig 18 Spieler zur Verfügung. Der Spielverlauf zeigte, dass viel mehr drin war, als am Ende die knappe 1:2 (0:0)-Niederlage ausdrückte.

Bereits in der ersten Hälfte hätte Robert Heilig das Spiel für die FSG entscheiden müssen. Leider wollte er zu schöne Tore machen, statt den Ball einfach am Torhüter vorbei zu schnippeln. In Hälfte zwei war es nicht viel anders. Die Spieler waren einfach nicht in der Lage, das überlegen geführte Spiel mit Zählbarem abzuschließen. So musste man sich nicht wundern, dass der Gast mit zehn Mann noch den Sieg einfuhr.

Schon mit Beginn des Spieles standen die Gäste unter Druck. Doch sie spielten ihre Angriffe weitaus präziser aus als die FSG. Zu langes Ballhalten und viele Einzelaktionen hemmten den Spielfluss. Hinzu kam noch Unkonzentriertheit beim Abschluss. Der wieder einsatzfähige Ch. Eichelmann lief viel, rannte sich oftmals fest und kam kaum zum Abschluss. Der für ihn eingewechselte E. Metzker wollte zu viel und hatte in entscheidenden Momenten nicht die nötige Ruhe und Übersicht.

Leider fand die Heimelf auch in Hälfte zwei nicht richtig zusammen. Es wurde zu viel durch die Mitte versucht, statt über die Außen zu spielen. Gelang es trotzdem, wurde mit hohen Bällen agiert. Da die Gästeabwehr groß gewachsen war, war es das falsche Mittel. Es fehlte einfach das schnelle Doppelpass-Spiel.

Bei einem Konterangriff sah die Abwehr sehr schlecht aus. Schnell und präzise zeigten die SG-Angreifer, wie man eine Abwehr auseinander nimmt und S. Albrecht demonstrierte, wie man richtig vollendet (53.).

Die FSG war zwar nicht geschockt, spielte weiter nach vorn, aber rannte sich immer wieder fest. Sie verstand es auch nicht, ab der 62. Minute die zahlenmäßige Überlegenheit auszunutzen. Einziger Lichtblick, als endlich schnell und direkt gespielt wurde und St. Fräßdorf zum 1:1-Ausgleich vollendete (73.). Es keimte Hoffnung auf.

Sie dauerte aber nur 30 Sekunden. Vom Anstoß weg wurde der Angriff durch Foulspiel unterbrochen. Den harmlosen Freistoß ließ der Keeper aus den Händen gleiten und T. Bauer drückte den Ball zum vielumjubelten 2:1 über die Torlinie.

So wurde es eine unnötige und enttäuschende Niederlage, statt des erwarteten Sieges. Bitter, vielleicht auch heilsam für das Spiel am Sonntag bei der ASG Vorwärts II. Wenn das auch in die Hose geht, wird es bitter für die FSG II.

FSG II: Seidl - Zähle, Borgsdorf, Friedrich, de Vries (67. Fricke), Ritter (83. Gube), Sohn, Steinert, Eichelmann (32. Metzker), Fräßdorf, Heilig.