Zerbst l Ihre erste Saison-Niederlage kassierte die erste Herrenmannschaft vom TTC "Anhalt" Zerbst am vergangenen Samstag in der Landesliga. Im Heimspiel gegen den SC Seeland musste sich der Sechser unglücklich mit 9:7 beugen.

Nach den Auftaktdoppeln konnten sich die Gäste mit 2:1 einen kleinen Vorteil erarbeiten. Nur Wollschläger/Puls beherrschten ihre Kontrahenten souverän.

Die ersten Duelle im oberen Paarkreuz boten ansehnliche Kost. Kai Lehmann feierte gegen Wenig nach einem wahren Kraftakt einen hauchdünnen Fünfsatzsieg. Am Nachbartisch verkaufte sich Johannes Zander gegen den vorhandstarken Wurm hervorragend, musste ihm aber zum Gesamtsieg gratulieren.

Im mittleren Drittel verbuchten die Hausherren beide Zähler. Eric Wollschläger beherrschte Stert relativ klar und führte sein Team weiter heran. Ihm folgte Dennis Puls, der die wichtigen Spielszenen gegen Wagner erfolgreich absolvierte und mit 3:1 gewann.

Die daraus resultierende erste Zerbster Führung baute Mario Noack im unteren Paarkreuz weiter aus. Gegen das Nachwuchstalent Richter verließ er nach vier Durchgängen als Matchwinner das Parkett.

Für Mario Senst stellte der topspinagressive Siebert eine zu hohe Hürde dar und er beugte sich nach vier Sätzen. In der ansehnlichsten Partie des Tages duellierte sich Lehmann mit dem erfahrenen Wurm. Nach einer bravourösen taktischen Spielvorstellung mit platzierten Vorhandschüssen siegte der Einheimische verdient mit 3:1.

Nach dem entstandenen 6:4-Vorsprung war beim TTC-Team die Luft vorerst raus. Im zweiten Match im oberen Drittel war für Zander gegen Allrounder Wenig nur selten ein Kraut gewachsen. Somit gratulierte er dem Gast zum Erfolg.

Diese Misere setzte sich auch in der Mitte fort. Wollschläger und Puls erkannten die starken Auftritte ihrer Konkurrenten fair an. Die Führung wechselte wieder an die Auswärtigen. Den letztmaligen Ausgleich errang Noack, der taktisch klug gegen Siebert agierte und seinen zweiten Tagessieg errang.

Etwas enttäuschend verlor Senst die abschließende Begegnung gegen das erfrischende Angriffspiel von Richter und der erhoffte Doppelpunktgewinn war hinfällig. Durch die verletzungsbedingte Aufgabe des Zerbster Entscheidungs-Doppels mussten die Gastgeber auch noch die unglückliche 7:9-Gesamt-Niederlage hinnehmen und die bis dato blütenweiße Weste erhielt den ersten negativen Fleck.

Schon am Samstag tritt die Truppe zum ersten Auswärtsspiel beim momentanen noch verlustpunktfreien Tabellenzweiten SV Serum Bernburg an.

Beim Staffelmitfavoriten an der Saale sind die Chancen auf einen Punktgewinn aber voraussichtlich relativ spärlich gesät.