Mit einem wahren Feuerwerk haben die Spitzenkegler des SKV Rot-Weiß Zerbst im ersten Heimspiel nach dem Weltpokalsieg die Gäste aus Peiting abgefertigt. Der Sieg fiel dabei mit 3872:3502 Kegeln und einem klaren 8:0 nach Mannschaftspunkten (MP) überdeutlich aus.

Zerbst l Da gleichzeitig Staffelstein in Schwabsberg verlor, übernahmen die Zerbster wieder die Tabellenführung. "Wir haben endlich unseren gewohnten Tabellenplatz zurück erkämpft und wollen den jetzt nicht mehr hergeben", freute sich der SKV-Kapitän Timo Hoffmann nach der Partie.

Bereits nach 30 Würfen im Startpaar war im Match gegen die Süddeutschen die Vorentscheidung gefallen. Mathias Weber überrollte seinen Gegenspieler Volker Hickisch komplett. Mit einem überragenden Beginn von 199 Kegeln bei 112Vollen und 87 Abräumern verpasste er nur um einen Kegel die fantastische 200er Marke. In der Gesamtabrechnung siegte er mit 3:1 Satzpunkten (SP) und 679:597 Kegeln.

Parallel sorgte Torsten Reiser ebenfalls für klare Verhältnisse. Gegen Thomas Aigner holte er mit allen vier Sätzen und 642:578 Kegeln den zweiten MP.

Im Mittelpaar wollten Axel Schondelmaier und Christian Helmerich ihren Kameraden in nichts nachstehen. Schondelmaier startete mit einer 182er und Helmerich mit einer 179er Bahn. Schondelmaier setzte sein Spiel durch und gewann gegen den U23-Nationalspieler Matthias Hüller nach Satzgleichheit und 660:626 Kegeln.

Helmerich konnte auf den folgenden Bahnen das hohe Niveau nicht halten, hatte aber mit Ralph Habiger keine Probleme, erkämpfte alle vier Sätze und bei 614:518 Kegeln seinen Punkt.

"Wir haben endlich unseren gewohnten Tabellenplatz zurück-erkämpft und wollen den jetzt nicht mehr hergeben."

SKV-Kapitän Timo Hoffmann.

Auch das Schluss-Paar mit Thomas Schneider und Timo Hoffmann zeigte Kegelsport auf ganz hohem Level und rundete das sehr gute Mannschafts-Ergebnis ab. Hoffmann gewann dabei gegen Manuel Dukowsky mit 3,5:0,5 SP und 628:589 Kegeln. Schneider markierte mit 649 Kegeln den nächsten Topwert und sicherte sich damit für sein Team den letzten MP mit einem 3:1 SP-Sieg gegen Peter Hitzlberger (594).

"Heute haben wir endlich in der Bundesliga unser wahres Leistungsvermögen gezeigt, was wir auch zum Weltpokal abgerufen haben. Da besonders die Heimspiele in der laufenden Saison durchwachsen waren, freut es mich, dass wir eine gute und geschlossene Leistung gebracht haben", erklärt Mannschaftsleiter Hoffmann.

In den kommenden Wochen stehen mit dem schweren Auswärtsspiel in Amberg und den Champions League-Heimspielen gegen den serbischen Vertreter Nis äußerst wichtige Aufgaben an.