Magdeburg l Die Nedlitzer Landesklasse-Elf musste am Samstag beim starken Neuling und derzeitigen Tabellenfünften, HSV Medizin Magdeburg, ran. Der Pokalerfolg der Vorwoche sollte den SC-Kickern den nötigen Auftrieb und das nötige Selbstvertrauen geben. Am Ende nutzte dies alles nichts. Die SC-Elf musste eine bittere 0:2 (0:1)-Niederlage hinnehmen.

Die Magdeburger haben zur Zeit die beste Abwehr der Liga zu bieten, die bisher nur acht Gegentreffer zuließ. Die Heim- elf ging gleich in die Offensive. Die Gäste hatten mit der aggressiven Spielweise Probleme. Hinzu kam der ungewohnte Kunstrasenplatz.

Der HSV versuchte die SC-Abwehr mit langen Bällen in Verlegenheit zu bringen. Der SC ließ nichts anbrennen, aber im Spiel nach vorn gelang ihm nur wenig. Bei einem schnellen Angriff der Medizin-Elf musste SC-Torwart Marcus Hoffmann mit einer Glanzparade aufwarten, um seine Elf vor einem Rückstand zu bewahren (10.).

Der SC kam nur selten zu gefährlichen Torsituationen. Eine davon hatte Florian Lehmann, doch sein Schuss verfehlte knapp das Ziel (12.). Ein direkter Freistoß von Gezim Rrustemi zischte haarscharf über das Hoffmann-Gehäuse (26.). Nach einem Grundlinien-Durchbruch von Eduard Hahn kam Nikolai Kuklin in Ballbesitz und schoss die Kugel freistehend über das Tor (40.).

In der zweiminütigen Nachspielzeit führte ein unnötiges Foulspiel seitlich des Strafraumes zu einem direkten Freistoß. Rrustemi spielte den Ball schnell zum einlaufenden Johannes Heise, der Hoffmann zur 1:0-Führung keine Abwehrchance ließ (45.+1).

In der zweiten Hälfte wollten die Gäste das Resultat korrigieren und hatten durch Ron Scheil die riesen Möglichkeit. Nach herlichem Pass aus dem Mittelfeld kam Scheil völlig frei vor Torwart Tomotto Brachwitz in Ballbesitz und konnte sich die Ecke aussuchen, aber vergebens. Kurz danach landete ein Geschoss von Kuklin über dem Tor (50.).

Der Gegenangriff wurde schnell vorgetragen. Die Flanke von der linken Seite kam präzise zum in der Mitte völlig freistehenden Dominik Sprenger, der keine Mühe hatte, auf 2:0 zu erhöhen (52.).

Trotz des Rückstandes gaben die Nedlitzer nie auf und kämpften verbissen. Bei einem Freistoß von Hannes Mielchen hatte Heiko Juskowiak kein Glück. Sein platzierter Kopfball landete neben dem Brachwitz-Gehäuse (54.).

Die Gäste brachen nun des Öfteren in den Magdeburger Strafraum ein, ohne Gefahr auszustrahlen. Die großgewachsenen Abwehr-Recken der Medizin-Elf bereinigten auftretende Probleme frühzeitig.

Bei einem Freistoß musste Hoffmann Kopf und Kragen riskieren, um den Ball zur Ecke abzuwehren (67.). Kurz vor Spiel-ende hatte der HSV noch eine gute Möglichkeit. Nachdem Hoffmann schon ausgespielt war, hatte Sprenger nur noch das leere Tor vor sich, doch der aufopferungsvoll kämpfende Juskowiak rettete kurz vor der Torlinie (88.).

Die Heimelf hielt ihre kraftraubende Spielweise vom An- bis zum Abpfiff durch und verließ als verdienter Sieger den Platz. Die Nedlitzer bleiben trotz der Niederlage auf einem Nichtabstiegsplatz, müssen aber am kommenden Wochenende gegen Arminia Magdeburg unbedingt punkten.

SC Nedlitz: Hoffmann - Pilatzek (66. Specht), Ritze, Juskowiak, Scheil, Hahn, Schmidt, Lehmann (75. Alarich), Fambach (63. Nitschke), Mielchen und Kuklin.

SR: Thomas Krugel (Haldensleben), Leon Kocherscheid, Alexander Kocherscheid. ZS: 67.