Dessau l Im Kellerduell der Kreisliga Anhalt wollte die FSG Vorfläming II den Bock bei der ASG Vorwärts Dessau II umstoßen und endlich erfolgreich sein. Doch es kam anders. Obwohl die FSG gute Ansätze zeigte und in der zweiten Halbzeit das Geschehen dominierte, unterlag sie mit 2:5 (1:3).

Keine zehn Minuten waren gespielt, da startete die robuste ASG-Elf einen Konter. Zum Glück rutschte der Stürmer an der Flanke um Millimeter vorbei. Nach einem unabsichtlichen Handspiel von Kees de Vries, der aus Nahdistanz angeschossen wurde, gab es Elfmeter für Vorwärts, den Kevin Alisch sicher zum 1:0 verwandelte (13.).

Die Gäste wirkten unsicher und übertrafen sich mit Fehlabspielen. Nach zwei krassen Abwehrfehlern hatte die FSG Glück, dass der Ball am Tor vorbei zischte. Die FSG spielte ungenau. Die hochgeschlagenen Flanken landeten entweder im Aus oder bei den Gegenspielern.

Nur wenn präzise gespielt wurde, sorgte die FSG für Gefahr. So in der 18. Minute, als Sebastian Gube genau in die Strafraummitte flankte. Doch Eric Metzker schoss dem ASG-Keeper genau in die Arme. Dann war Alexander Steinert zweimal durch. Zuerst köpfte er über das Tor, dann verstolperte er. Im Gegenzug kam die Heim- elf durch Christopher Weiß "versehentlich" zum 2:0, als sein abgefälschter Heber im Toreck einschlug (22.).

Nach einem Foulspiel erhielt die FSG einen Freistoß zugesprochen, den Metzker aus gut 18 Metern an den Pfosten setzte (23.). Im Gegenzug konnte de Vries das 3:0 für die ASG im letzten Moment verhindern. Steffen Fräßdorf hatte die nächste Chance, doch er zögerte beim Abschluss zu lange (25.). Steinert schloss dann endlich einen schönen Angriff über die Außen zum 1:2 ab (28.).

Es keimte Hoffnung auf, doch die wurde gleich im Keim erstickt, denn die ASG kam nur sechs Minuten später durch Steven Schädel zum 3:1. Ausgangspunkt war ein Fehlabspiel im Mittelfeld. Keiner störte den Angreifer und er netzte unbedrängt ein.

Dann war wieder die FSG am Zuge. Nach gutem Spielzug krachte Steinert die Kugel an den Pfosten (38.). Eine gute Eingabe von Karl Kuhn von der rechten Seite verpassten gleich drei FSG-Spieler. Im Gegenzug hatte die ASG das 4:1 auf dem Fuß, doch der aufmerksame de Vries klärte.

In der Pause mahnte Trainer René Specht, der für Helmut Rudolf eingesprungen war, die individuellen Fehler an und forderte das Team auf, endlich Fußball zu spielen. Dies tat es in Hälfte zwei, war überlegen, schaffte es aber nicht, die Überlegenheit in Zählbares umzumünzen. Die vielbeinige ASG-Abwehr hatte immer ein Bein dazwischen.

Zuerst schoss Metzker über das Tor. Dann war Fräßdorf völlig frei, war aber zu überrascht, um zu vollenden. Dann klappte es doch. Nach Vorlage von Metzker schloss Gube per Direktabnahme zum 2:3 ab (50.). Erneut gab es Hoffnung und erneut machte sie Schädel mit dem 4:2 zunichte (55.).

Die FSG hatte noch die eine oder andere Chance, das Resultat zu verbessern, doch es klappte nicht. Es war zum Haareraufen. So zeigten es die erfahrenen ASG-Spieler, wie man ein Tor erzielt und setzten durch Maik Planitzer den Schlusspunkt zum 5:2-Endstand (81.).

FSG II: Heilig - Zähle, Weimeister, Friedrich, de Vries, Sohn (60. Billepp), Kuhn, Steinert, Metzker, Gube, Fräßdorf.

SR: Reinhardt Zimmer (Einheit Dessau). ZS: 30.