Im Mai 2014 beging der RFV Nutha den 50.Jahrestag der Gründung. Kürzlich versammelten sich alle Mitglieder auf dem Reitplatz und feierten bis zum späten Abend am Lagerfeuer.

Nutha l Bei der Jubiläumsfeier gab der jetzige Vorsitzende Fritz Böttge einen zusammenfassenden Rückblick: Ursprünglich für die sinnvolle Freizeitbeschäftigung der Lehrlinge u. a. von dem großen Pferdesport-Enthusiasten Eugen Luer gegründet und langjährig von dem Vorsitzenden Gerhard Klatt geführt, war die damalige BSG Traktor Nutha der ortsansässigen LPG angegliedert.

Sie war beispielsweise die erste, die eine alljährliche Fuchsjagd im Herbst vereinsübergreifend austrug und als Tradition pflegte.

Mit Gründung der LPG Tier- und Pflanzenproduktion im Jahr 1975 folgte die Umbenennung in SG Hohenlepte/Nutha und dann zur Wende, mit Trennung und Herauslösung aus der LPG, gründete sich der heutige Reit- und Fahrverein Nutha.

Verschiedene Ausblicke von Böttge verdeutlichten, dass die Sportgemeinschaft über viele Jahre mehrere Sportarten und bis heute verschiedene Disziplinen im Pferdesport förderte und auf dem schon seit etlichen Jahren beheimateten Reitplatz in Nutha/Siedlung zahlreiche Personen das Glück auf dem Pferderücken erleben und das Reiten erlernen können.

Auf eben diesem Reitplatz hatten sich alle Mitglieder in geselliger Runde bei strahlendem Sonnenschein versammelt und feierten bis zum späten Abend am Lagerfeuer.

Das Jubiläum fand mit einer Busfahrt im September zum Landesgestüt Sachsen nach Moritzburg seinen Höhepunkt. Mit einem Kleinbus reisten die Vereinsmitglieder in Begleitung ihrer Partner zur Hengstparade. Zuvor stand die Besichtigung des Barockschlosses auf dem Programm, wo bei einer Führung viel Interessantes und Wissenswertes über "August den Starken" und das Leben im Schloss zur damaligen Zeit erzählt wurde.

Die zahlreichen Jagdtrophäen zeugten von einem bewegten Jagdleben. Das Schloss Moritzburg wurde für die DEFA zur Kulisse einiger Szenen in "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Der goldene Schuh auf der geschwungenen Außentreppe erinnert die Besucher noch heute an den beliebten Märchenfilm.

Das Gelände des Landgestütes erreicht, warteten alle gespannt auf die Hengstparade. Das Bild einer riesigen Arena breitete sich von den Tribünen blickend aus. Die überdachten Sitzplätze wurden im vergangenen Jahr erweitert und boten den vielen Zuschauern einen erstklassigen Ausblick.

In einer vierstündigen Vorführung, welche die ganze Zeit über vom Landespolizei-Orchester Sachsen in einem gläsernen Pavillon begleitete wurde, durften die Nuthaer in einer außergewöhnlichen Show sowohl ein beeindruckendes Zusammenspiel visueller und akustischer Ästhetik als auch züchterische Erfolge und guten Pferdesport erleben.

Highlights waren unter anderem die Spring-Quadrille auf einem geschmückten Parcours, die Moritzburger Jagdimpressionen mit einer Rotte Hunde und einigen Greifvögeln sowie Reitern, die ein imposantes Bild boten. Auch die jüngsten Teilnehmer ritten in einem ungeheuren Tempo als Kosaken verkleidet und zeigten waghalsiges Können.

Beim Abschluss fuhr ein 16er Zug Schwere Warmblüter vor einer Postkutsche in die Bahn ein, aus der - bei einem mucksmäuschenstillen Publikum - das Trompetensolo "Die Post im Walde" live geblasen wurde. Das allein ließ den Zuschauern vor Begeisterung den Atem stocken.

So konnten die Nuthaer ihr Jubiläum, auch ohne einmal selbst aktiv zu sein, gebührend erleben und nicht nur zur sportlichen, sondern auch kulturellen und sinnvollen Freizeitgestaltung beitragen und Traditionen pflegen.

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