Am Samstag fanden in Tangermünde die Landesvereins-Mannschaftsmeisterschaften (LVMM) der Judoka von Sachsen-Anhalt statt. Der PSV Anhalt Zerbst beteiligte sich zum wiederholten Mal durch Gaststarter und trug wesentlich zum Gewinn des Landesmeister-Titels durch den SV Halle in der Altersklasse U15 bei.

Tangermünde l Bevor es jedoch losging, wurde in einer Schweigeminute an den Tod von Dr. Hans-Joachim Strube gedacht. Dieser hatte in seiner Zeit als Sportler sowie dann als erfolgreicher Trainer und in Verbandsfunktionen erheblich zum Wachstum und zu den Erfolgen des Judosports in und aus Sachsen-Anhalt beigetragen.

Mannschaftswettbewerbe im Judo haben einen besonderen Reiz. Da steht an erster Stelle das Wir-Gefühl beim Anfeuern und Kämpfen. Hinzu kommen die Auf und Ab´s durch gewonnene und verlorene Kämpfe. Zusätzlich entscheidet auch das jeweils glückliche Händchen des Trainers, indem er seine Kämpfer in den richtigen Gewichtsklassen aufstellt.

Schlecht gewählter Termin

Die diesjährigen Meisterschaften hatten den Makel des schlecht gewählten Termins durch den Landesverband. Der Feriensamstag war ein wichtiger Hinderungsgrund für viele Sportler, die sich noch im Urlaub oder im Trainingslager befanden. Glücklicherweise traf es alle Mannschaften gleichartig, so dass es zu jeder Zeit spannende Kämpfe mit einem starken Finale in der U15 gab.

Hier hatte SV-Trainer Ralf Peter zusammen mit seinen bestens aufgestellten Kämpfern alles richtig gemacht. Durch geschicktes Setzen verhinderte er einen allzu großen Abstand durch verlorene Punkte in nichtbesetzten Gewichtsklassen.

Gleichzeitig waren die Hallenser Franz Töpfer und Florian Peter sowie die Zerbster Bastian Walla und Florian Hecht in einer außergewöhnlich guten Form. Sie konnten nicht nur alle Kämpfe gewinnen, sondern behielten selbst im Finale die Nerven bei scheinbar sich abzeichnenden Punktverlusten.

Vielleicht gelingt diese Formsteigerung auch bei den Ende November anstehenden Mitteldeutschen Meisterschaften, bei denen sie dann gegen sehr starke sächsische und thüringische Mannschaften antreten müssen.