Der Tabellenführer der 1. Kegel-Bundesliga, der SKV Rot-Weiß Zerbst, konnte im Spitzenspiel gegen den KC Schwabsberg auf heimischer Anlage mit einem klaren Sieg von 3842:3688 Kegeln und 7:1 Mannschaftspunkten den ersten Tabellenrang verteidigen.

Zerbst l Im Startpaar bekam es Torsten Reiser mit Routinier Rainer Buschow zu tun. Beide konnten an diesem Tag ihr wahres Leistungsvermögen nicht abrufen. Reiser behielt dabei die Oberhand und sicherte sich mit 3:1 Satzpunkten (SP) und 600:571 Kegeln den ersten Mannschaftspunkt (MP).

Mathias Weber unterstrich einmal mehr seine hervorragende Form gegen seinen Nationalmannschafts-Kollegen Fabian Seitz. In einer guten Partie gewann der Zerbster drei SP und blieb nur auf einer Bahn etwas zurück, wodurch er sich ein noch höheres Ergebnis, als seine starken 652 Kegel, verdarb. Seitz traf 626 Kegel.

Im Mitteldurchgang entwickelten sich zwei spannende Duelle. Axel Schondelmaier, der zunächst gegen Matthias Dirnberger einen schlechten Start erwischte, kämpfte sich zurück, musste sich aber im Schluss-Spurt dem Schwabsberger mit 1:3 SP und 611:633 Kegeln geschlagen geben.

Auch das zweite Duell zwischen Uros Stoklas und Timo Hehl verlief denkbar knapp. Aufgrund des ausgeglicheneren Spieles blieb der Punkt bei Stoklas und es fiel somit die Vorentscheidung zu Gunsten der Hausherren. Stoklas siegte bei Satzgleichheit mit 648:621 Kegeln.

"Das war heute eine Klassepartie. Auch für die Zuschauer wurde einiges geboten."

SKV-Sportchef Andreas Förster.

Was die Zuschauer dann im Schlusspaar erlebten, war nochmals Kegelsport vom Allerfeinsten. Im Duell Timo Hoffmann gegen Ronald Endraß wurde Spitzensport geboten. Hoffmann begann mit 183 Kegeln und Endraß mit 171 Kegeln. Hoffmann hielt dieses hohe Niveau und schrammte mit fantastischen 691 Kegeln nur knapp am alten Bahnrekord von Ivan Cech vorbei. Mit 3:1 SP blieb der MP klar in Zerbst.

Im zweiten Duell lieferten sich Boris Benedik und Damir Cekovic ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Benedik, der eine starke zweite Hälfte spielte, konnte schließlich mit 3:1 SP und 640:602 Kegeln die Oberhand behalten.

"Es war für uns das erwartet schwere Spiel. Schwabsberg hat sehr gut dagegen gehalten und uns teilweise alles abgefordert", würdigte der Zerbster Mannschaftsleiter Hoffmann die Leistung der Gäste.

"Das war heute eine Klassepartie. Auch für die Zuschauer wurde einiges geboten. Vor allem Timo hat gezeigt, dass er top in Form ist. Schade, dass er den alten Bahnrekord von Ivan Cech um einen Kegel verpasst hat", resümierte SKV-Sportchef Andreas Förster.

In der Tabelle gibt es keine Veränderungen, da sowohl Victoria Bamberg als auch Nibelungen Lorsch ihre Heimpartien gewannen. Damit bleiben die Rot-Weißen weiterhin jeweils einen Punkt vor den ärgsten Konkurrenten.