Mildensee (hru/sza) l Kreisligist FSG Vorfläming II unterlag beim SV Mildensee II knapp mit 2:3 (0:1).

"Eigentlich war mehr möglich, trotz des Ausfalles von fünf Spielern", sagte Trainer Helmut Rudolf. "Wieder einmal scheiterte die FSG an individuellen Fehlern, die langsam abgestellt werden sollten, wenn sie aus dem Tabellenkeller kommen will. Nach hinten wurde, wie so oft nicht konsequent genug gearbeitet. Hinzu kam ein vermeidbarer Torwartfehler, der dann am Ende entscheidend bei der 2:3-Niederlage war. Es bleibt dabei, auf diesem kleinen und in einem sehr schlechten Zustand befindlichen Trainingsplatz kann die Mannschaft nicht gewinnen."

Wie in den Spielen zuvor begann die FSG sehr konzentriert und war spielbestimmend. Die Mildenseer kamen besser mit den Platzverhältnissen zurecht, standen hinten sehr kompakt. Mit sehr langen Abschlägen und Steilpässen zeigten sie, wie man erfolgreich spielen kann.

Ein weiter Abschlag gelangte auf die rechte Seite zu A. Tanz, der seinem Abwehrspieler entwischte und kurzentschlossen vom Strafraumeck abzog. Seinen hohen Flugball distanzierte der Torhüter falsch und dieser senkte sich in die linke obere Torecke zum 1:0 (15.).

Danach spielte nur noch die FSG in Richtung Mildenssee Tor, ohne einen erfolgreichen Abschluss. Entweder rannte man sich mit Einzelaktionen fest oder es folgten unkonzen- trierte Abschlüsse.

Nach der Halbzeitpause die gleiche Situation. Die FSG spielte, die Tore machte der Gastgeber, weil er sie mehr oder weniger geschenkt bekam. Dann pfiff der gute Schiedsrichter W. Weiß ein eigentliches Foulspiel gegen den Torhüter am 16er. Der Angreifer sprang mit beiden Beinen nach vorn in den Torhüter. Aber es gab Freistoß für den Angreifer. Tanz zirkelte den Ball über die Mauer in den linken Dreiangel. Von der Unterkante der Latte sprang er ins Tor. Ein sehenswerter Treffer (70.).

Schade nur für die FSG, die nichts gegen die Anweisungen von draußen zum Schiedsrichter machen konnte. Fast jeder Zweikampf wurde moniert und mit Freistoß für den SV entschieden. Die richtige Antwort gab F. Häntze, der es dem Mildenseer gleichtat und einfach mal in der 71. Minute draufhielt. Auch hier distanzierte der Torhüter falsch und der Ball senkte sich hinter ihm in das rechte obere Toreck zum 1:2.

Es keimte Hoffnung auf, zumal mit der Hereinnahme von J. Rudolf, der trotz gesundheitlicher Probleme spielen wollte, mehr Zug auf das gegnerische Tor entstand. Leider gab es in der 78. Minute den nächsten Dämpfer. Einen harmlosen Freistoß ließ der Torhüter aus den Händen fallen, genau vor die Füße des Torschützen Tanz, der mit seinem zweiten Treffer zum 3:1 alles klar machte.

Trotzdem gab sich die FSG nicht auf. In der 81. Minute hatte K. Kuhn mit seinem Freistoß nicht das nötige Glück. Mit den Fingerspitzen lenkte der Torwart den Ball über die Querlatte. Bei der nächsten Aktion rutschte S. Gube am Ball vorbei und er ging knapp am rechten Pfosten vorbei.

In der 90. Minute hatte dann Mildensee wieder Glück mit einer Schiedsrichter-Entscheidung. Gube entwischte seinem Verteidiger, der keine Möglichkeit hatte, den Ball zu spielen und ihn von hinten förmlich umhaute. Es gab nur Freistoß, den Gube genau de Vries auf den Kopf servierte. Dieser köpfte zum 2:3-Anschlusstreffer ein.

In der Nachspielzeit gab es noch Möglichkeiten zum Ausgleich, die aber nichts mehr einbrachten. So wurde es eine unglückliche Niederlage.

FSG Vorfläming II: Sens - Zähle, Reich, de Vries, Häntze, Eckert (65. Billepp), Sohn, Kuhn, Gube, Steinert, Wilzek (67. Rudolf).

SR: Wolfgang Weiß (Germania 08 Roßlau). ZS: 20.