Leitzkau (ann) l Endlich haben es die Kegel-Herren des TuS Leitzkau geschafft und ihren ersten Heimsieg auf Bundesebene eingefahren. Am neunten Spieltag der 2. Bundesliga Nordost siegten die "Wölfe" gegen die "Roten Teufel" des ESV Roßlau mit 6:2 (3304:3221).

Im vierten Anlauf sollte es endlich gelingen. Alles andere als die ersten Heimzähler wollte Mannschaftsleiter René Geißler nicht gelten lassen. Der ESV Roßlau stand als Tabellenletzter mit dem Rücken zur Wand und hatte die Partie bei den in eigener Halle bislang schwachen Leitzkauern zum Schicksals-Spiel erkoren.

Die Hoffnungen der Gäste sollten zunächst nicht enttäuscht werden. Ralph Stiebert (0:4, 515:565) konnte sein großes Leistungsvermögen nicht abrufen und unterlag dem besten ESV-Akteur Ron Seidel deutlich. Auch René Geißler (3,5:0,5, 553:531) hatte zwischenzeitlich mehrfach Probleme mit Frank Pahlisch, sicherte sich den Mannschaftspunkt (MP) durch starke Abräumresultate letztlich aber noch souverän.

Auch im Mittelblock konnte sich TuS noch nicht vom Gästedruck befreien. Patrick Germer (2:2, 535:516) erkämpfte sich aber den wichtigen Punkt gegen Henry Hennig.

Die Augen der zahlreichen Zuschauer waren jedoch mehrheitlich auf das Familienduell zwischen Sohn Tobias und Vater Wolfgang Grötzner gerichtet, welches im Vorfeld vom Leitzkauer Filius bereits in den sozialen Medien angeheizt worden war. Nach einem Auf und Ab kam es zur gütlichen Punkteteilung, da beide je zwei Sätze und 543 Kegel erzielten.

"So wollte es sicher keiner von uns, aber genauso ist es gut", war die Aussage des Sprösslings nach dem Spiel.

Nun wurde die Anspannung im Wolfsbau immer größer. Nur einer ließ sich davon überhaupt nicht anstecken. Udo Volkland (3:1, 610:518) überrannte seinen Gegenspieler Andreas Duttenhofer förmlich und ließ von Beginn an keinen Zweifel, wer als Sieger von den Bahnen gehen würde. Für eine weitere Punkteteilung sorgten André Fischer und Matthias Pawlyk (beide 548), so dass am Ende ein gefeierter 6:2-Erfolg an der Anzeige aufleuchtete.

Mit 3304 Kegeln erspielte TuS erstmals in dieser Saison ein ansprechendes Heimresultat. Das war auch nötig, denn das Roßlauer Ergebnis hätte zuletzt zu Punkten in Leitzkau gereicht. Bleibt zu hoffen, dass sich das Team von Volkland mitziehen lässt und der gute Mittelfeldplatz weiter gehalten werden kann.

Zunächst geht es am kommenden Sonnabend aber zum FC Schwedt. Beim Vierten der 2. Bundesliga 200 steht die zweite Runde des DKBC-Pokals an.