Dessau (hfr) l Im Viertelfinale um den "Köthener Brauerei-Pokal" besiegte die Landesklasse-Elf des SC Nedlitz den heimstarken Kreisoberligisten Abus Dessau mit 4:2 (3:1).

Als Pokalverteidiger und höherklassige Elf war der SC klarer Favorit. Im Pokal ist aber alles möglich. So wollten die Dessauer ihr Heimrecht nutzen, um dem SC ein Bein zu stellen.

Die Gäste nahmen das Geschehen sofort in ihre Hand und setzten die Abus-Abwehr stark unter Druck. Nach einer Flanke von Maik Fambach stand Kevin Göritz einschussbereit, doch sein Geschoss landete knapp neben dem Tor von Abus-Keeper Steffen Pelzel (5.).

Abus kam nur selten vor das Tor von SC-Keeper Marcus Hoffmann. Bei einem Distanzschuss von Gino Böckelmann war Hoffmann hellwach und parierte sicher (10.). Ein Pass aus der Tiefe von Göritz kam genau zu Marcel Kilz, der Pelzel zur 1:0-Führung keine Abwehrchance ließ (13.).

Kurze Zeit später drang Eduard Hahn in den Abus-Strafraum ein und wurde unfair vom Ball getrennt. Sofort zeigte Schiedsrichter Torsten Wünsch (Dessau-Roßlau) auf den Punkt. Kilz trat an, doch Pelzel ahnte die Ecke und parierte (14.).

Nach sehenswertem Zusammenspiel zwischen Fambach und Göritz kam der aufgerückte Verteidiger Ron Scheil in Ballbesitz und erhöhte auf 2:0 (23.). Dann war Florian Lehmann der Vorlagengeber für Fambach, der unhaltbar für Pelzel zum 3:0 einnetzte (33.).

Nach einem Konter der Abus-Elf sprang Hannes Mielchen der Ball an die Hand. Den Handstrafstoß nutzte Matthias Präger und verkürzte auf 1:3 (42.). Fast mit dem Halbzeitpfiff klärte ein Abus-Verteidiger einen Schuss von Kilz noch auf der Torlinie.

Gleich nach Wiederanpfiff brachte Göritz Kilz in Schussposition, der sich mit dem 4:1 bedankte (46.). Beim nächsten Angriff scheiterte Hahn an Pelzel (48.). Das Spiel der Gäste verflachte zusehends. Mit Kevin Nitschke für Hahn und Christian Schmidt für Hannes Mielchen kamen zwei frische Kräfte, doch das Spiel wurde nicht besser. Dennoch erarbeitete sich der SC Chancen über Chancen.

Die Heimelf blieb bei ihren Kurzauftritten im SC-Strafraum stets gefährlich. So musste Hoffmann einen Zehn-Meter-Schuss von Präger im letzten Moment entschärfen (54.). Nach einem hoch hereingeschlagenen Freistoß verkürzte Stephan Schubert zum 2:4 (68.).

Dabei blieb es und der Einzug in das Halbfinale war gesichert. Am Samstag muss der SC zum Ligaspiel nach Magdeburg reisen und versuchen, gegen TuS das Beste herauszuholen.

Nedlitz: Hoffmann - Alarich, Ritze, Juskowiak, Scheil, Hahn (57. Nitschke), Mielchen (57. Schmidt), Lehmann, Fambach (80. Beckmann), Kilz, Göritz.

SR: Torsten Wünsch (Dessau-Rotßlau), André Bube, Peter Wölk.

ZS: 66.