Kreisligist FSG VorflämingII zeigte gegen den Tabellenachten Chemie Rodleben II eine starke Leistung und wurde mit einem Punkt belohnt.

Garitz (hru/sza) l Der FSG schien die Punktspielpause gut bekommen zu sein. Entsprechend motiviert wollte sie die Niederlage des vergangenen Spieljahres vergessen lassen. Das gelang zwar nicht ganz, aber sie zeigte, dass sie besser ist, als es der gegenwärtige Tabellenplatz aussagt.

Die Heimelf war gut aufgestellt und hatte mit Edgar Heilig im Tor einen starken Rückhalt. In der Innenverteidigung ließ das Duo Sebastian Reich und Kees de Vries nicht viel anbrennen. Die FSG begann sehr stark und überraschte den Gegner.

Es waren gerade drei Minuten vergangen, schon hatte die FSG den Führungstreffer erzielt. Der junge Karl Kuhn findet sich immer besser mit seiner neuen Position als Sturmspitze zurecht. Gut freigespielt zog er aus zirka 20 Metern vom linken Strafraumeck ab. Gegen diesen straffen Schuss, der im rechten oberen Toreck einschlug, war der SV-Keeper machtlos.

Der schnelle Treffer sollte eigentlich Ruhe in die eigenen Reihen bringen. Wie so oft vergaß die FSG nachzulegen und unverständliche Unruhe machte sich in den eigenen Reihen breit. Unverständlich viele Abspielfehler wurden produziert, die immer wieder den Gegner in Vorteil brachten.

Das nutzten die erfahrenen Spieler des Gastes aus und kamen immer wieder gefährlich vor das Tor der FSG. Aus einer solchen Situation heraus fiel auch der Ausgleichstreffer. Eine Steilvorlage auf den Torschützen Allrich unterschätzte Sven-Bernd Friedrich. Hinzu kam noch das Missverständnis mit Torhüter Heilig, der zum Rauslaufen ansetzte, in seinem Vorhaben stockte und so zu spät kam. Allrich nutzte dies aus und legte den Ball am Torhüter vorbei ins lange Eck (8.).

Das sollte der einzige Fehler von Heilig bleiben. Danach hielt er, was zu halten war und brachte die Gästeangreifer schier zur Verzweiflung. Beim Führungstreffer der Gäste war er machtlos. Einen Flachschuss in die linke Ecke wehrte er zur Außenlinie ab. Ein Gästespieler reagierte schneller als die Abwehr und legte den Ball zurück auf den freistehenden Lepperhoff, der keine Mühe hatte, zum 2:1 einzuschieben (20.).

Es bestand erneut die Gefahr, dass die FSG einbricht. Diesmal war es nicht der Fall, sondern sie besann sich auf die eigenen Fähigkeiten. Langsam kamen Jonas Rudolf und Steffen Fräßdorf in Tritt, die das Spiel jetzt ankurbelten und die Gäste unter Druck setzten.

In der 27. Minute fiel gleich der Ausgleichstreffer. Rudolf setzte sich gut auf der rechten Außenbahn durch. Seine Flanke erreichte Fräßdorf, der im zweiten Versuch den Ball aus Nahdistanz versenkte.

Es lag nahe, dass das muntere Toreschießen weitergeht. Irgendwie verflachte das Spiel ein wenig. Beide Mannschaften vergaben beste Möglichkeiten.

Nach der Halbzeitpause entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die Rodlebener scheiterten immer wieder am starken Heilig und die FSG manchmal am eigenen Unvermögen. Zu viele gute Torchancen wurden sträflich liegen gelassen. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, das mit F. Sanetra einen umsichtigen Leiter hatte.

Die Gästespieler und die Bank haderten sehr oft mit seinen Entscheidungen und äußerten sich teilweise mit beleidigenden Worten, besonders nach Spielende. Sie können sich beim Schiri bedanken, dass er nicht darauf reagierte. Am Ende war es eine gerechte Punkteteilung, mit der beide Mannschaften zufrieden sein können.

"Alles in Allem war ich mit der Leistung und dem Punkt zufrieden. Es wird sich zeigen, wie die Mannschaft es versteht, den Lauf in die kommenden Spiele zu übernehmen", sagte FSG-Trainer Helmut Rudolf.

FSG Vorfläming II: Heilig - Zähle, Reich, de Vries, Friedrich, Steinert (79. Baude), Häntze, Sohn, Rudolf, Fräßdorf, Kuhn (88. Bilepp).

SR: Frank Sanetra (TSV Einheit Dessau). ZS: 15.