Gegen den Tabellennachbarn der Landesklasse2, den SSV Besiegdas, gelang dem SC Nedlitz am Samstag ein schwer erkämpfter 1:0 (0:0)-Sieg.

Nedlitz l Die Nedlitzer wollten unbedingt an die Leistung der Vorwoche bei TuS Magdeburg-Neustadt anknüpfen und weiter in der Erfolgsspur bleiben. Sie mussten auf die gesperrten Maik Fambach und Kevin Göritz verzichten. Nikolai Kuklin sagte arbeitsbedingt kurzfristig ab.

Beide Mannschaften begannen aus einer sicheren Abwehr heraus. Es war sichtbar, dass der SSV auf ein Remis aus war. Die Angriffe liefen vorwiegend über Konter und waren durchschaubar. Die erste Chance hatten die Gäste nach einem direkten Freistoß, den Torwart Marcus Hoffmann parierte (5.).

Der SC übernahm nach und nach das Geschehen. Ihm unterliefen im Spiel nach vorn jedoch zu viele Abspielfehler. Auch die Gäste waren nicht besser. Das Spiel war zerfahren.

Der SSV suchte immer wieder seinen Spielgestalter und Torjäger Thomas Müller, doch der war bei Heiko Juskowiak in besten Händen. Kevin Nitschke hatte eine verheißungsvolle Möglichkeit, doch die Kugel verfehlte knapp das Ziel (14.).

Nach einer Flanke von Marcel Kilz kam Eduard Hahn völlig frei in Ballbesitz, konnte aber Torwart Christoph Moser nicht überwinden (18.).

Die Gäste strahlten nur bei Standards Gefahr aus. Ein 20 Meter-Schuss von Franz Xaver Meisner zischte knapp über das SC-Gehäuse (26.).

Nach einer Flanke von Nitschke köpfte Christian Schmidt nur knapp über das Gäste-Tor (31.). Dann war Hahn durch, doch im letzten Moment spitzelte ein SSV-Spieler den Ball zur Ecke (34.). Die letzte Chance vor der Pause hatte Kilz. Den Volleyschuss nach einem Freistoß von Ron Scheil lenkte Moser zur Ecke (39.).

Nach Wiederanpfiff setzte Müller mit einem gefährlichen Weitschuss, den Hoffmann sicher hielt, ein Achtungszeichen (46.). Das Gästespiel belief sich weiterhin auf Konter. Der SC musste höllisch aufpassen.

In der 57. Minute erkämpfte sich Juskowiak den Ball im Mittelfeld und schickte den schnellen Nitschke mit einem Traumpass auf die Reise. Allein vor Moser ließ sich Nitschke die Chance zur 1:0-Führung nicht entgehen.

Den Nedlitzern fiel ein Stein vom Herzen. Sie boten eine starke und durchdachte Abwehrarbeit, bei der sich die Magdeburger die Zähne ausbissen. Sie vergaßen allerdings, mit einem weiteren Treffer den Sack zu zumachen. Die Chance dazu hatte Hahn. Nach herrlichem Pass von Kilz, genau in die Schnittstelle der SSV-Abwehr, erlief er sich den Ball und ließ seinen Gegenspieler hinter sich. Doch beim Abschluss versagten ihm die Nerven (64.).

So musste die Heimelf bis zum Schlusspfiff des überzeugenden Schiedsrichters Rüdiger Meier (Kleinwusterwitz) warten, um sicher zu sein, dass die drei Punkte in Nedlitz bleiben.

Mit diesem Sieg machten die SC-Kicker in der Tabelle einen Platz gut und sind jetzt Achter. Diesen Platz gilt es am kommenden Samstag im letzten Hinrunden-Spiel in Gnadau zu verteidigen.

SC Nedlitz: Hoffmann - Specht (46. Pilatzek), Ritze, Juskowiak, Scheil, Hahn, Schmidt, Mielchen, Lehmann, Kilz (88. Sanftenberg), Nitschke.

SR: Rüdiger Meier (Kleinwusterwitz), Dirk Wiesener, Paul Tautenhahn. ZS: 23.