Dessau/Mehltheuer (mhe/ann/sza) l Am zehnten Spieltag der 2.Bundesliga Nord-Ost siegte Spitzenreiter SKV Rot-Weiß ZerbstII im Derby beim ESV Roßlau 5:3. Die Leitzkauer "Wölfe" unterlagen beim Mitaufsteiger Mehltheuer 1:7.

Im Auswärtsspiel gegen den ESV Roßlau auf den Bahnen von Stahlbau Dessau konnte die Zweite des SKV Rot-Weiß Zerbst einen 5:3-Auswärtssieg bei 3329:3175 Kegeln einfahren.

Im Startpaar setzte Marcus Gerdau gleich ein Zeichen und ließ dabei alte Stärken aufblitzen. Mit 621 Kegeln markierte er deutlich einen neuen Bahnrekord und siegte gegen das Roßlauer Duo Frank Pahlisch und Matthias Pawlyk (505) klar mit 4:0 Satzpunkten (SP).

Robert Heydrich bekam es mit dem besten Roßlauer Ron Seidel zu tun. Heydrich blieb heute hinter seinem Leistungsvermögen der Vorwochen deutlich zurück und musste sich dem Hausherren mit 1:3 SP (557:578) geschlagen geben.

Im Mitteldurchgang lief Steffen Heydrich gegen Sebastian Völkel zunächst einem großen Rückstand hinterher. Er kämpfte sich aber bravourös heran. Leider wurde er dafür nicht belohnt und unterlag nach Satzgleichheit mit 525:549 Kegeln. Gleichzeitig hatte Stefan Stortz mit Andreas Duttenhöfer weniger Probleme und sicherte sich alle vier Sätze mit 533:487 Kegeln.

Trotz des deutlichen Kegelvorsprungs entwickelte sich im Schluss-Paar eine spannende Partie, denn für die Roßlauer wäre durchaus auch ein Unentschieden möglich gewesen.

Teamkapitän Martin Herold machte aber für den SKV den Sack zu. Gegen Wolfgang Grötzner siegte er sicher mit 3,5:0,5SP und 578:527 Kegeln in einem guten Spiel.

In der Begegnung zwischen Stefan Heckert und Henry Hennig mussten die Rot-Weißen zunächst eine Schrecksekunde überstehen. Heckert, der im Anlauf nicht als einziger Akteur an diesem Tag stürzte, musste verletzungsbedingt durch Hannes Bräse ausgewechselt werden.

Nach einem Besuch im Krankenhaus konnte für Heckert aber Entwarnung gegeben werden. Der eingewechselte Bräse kämpfte sich in die Partie, unterlag aber knapp mit 1:3 SP und 515:529 Kegeln.

"Ich bin froh, dass es zum Sieg gereicht hat und das Stefan nichts Schlimmeres als ein großer Bluterguss am Knie passiert ist", fasste Herold die Partie zusammen. In der Tabelle bleiben die Zerbster weiterhin ungeschlagen an Rang eins.

Beim Mitaufsteiger in die 2. Bundesliga Nord/Ost, Grün-Weiß Mehltheuer, mussten die Kegelherren des TuS Leitzkau trotz einer guten Gesamtkegelzahl eine 1:7 (3426:3486)-Niederlage einstecken.

Im Startblock spielten diesmal André Fischer (2:2, 576:587) und Patrick Germer (1,5:2,5, 575:589). Während Germer ein konstant gutes Duell auf Augenhöhe spielte, aber die letzten beiden Sätze verlor, kostete dem drei Bahnen stark agierenden Fischer eine verschlafene erste Runde (126) am Ende den Mannschaftspunkt (MP).

Auch im mittleren Abschnitt blieben die "Wölfe" ohne Punktausbeute, obwohl hier bei Harald Schreiter (2:2, 549:565) ebenfalls mehr möglich war. Der fehlwurffreie Schreiter sah lange wie der sichere Sieger aus. Eine schwache Schlussserie (119) verhinderte aber die verdiente Ausbeute.

René Geißler fand leicht gehandicapt nicht ins Spiel und wechselte sich kurzerhand selbst gegen seinen Stellvertreter Ralph Stiebert aus. Beide hatten beim 1:3 (533:599) allerdings kaum eine Chance gegen Stefan Frauendorf, der nur knapp am 600er scheiterte.

Für Leitzkaus Beste Udo Volkland (1:3, 581:599) und Tobias Grötzner (3:1, 612:529) gab es nur noch wenig Hoffnung auf ein Unentschieden, worum sie aber trotzdem ansehnlich kämpften. Grötzner holte dann auch den Ehrenpunkt in beeindruckender Manier und räumte dabei 230 Kegel ab.

TuS präsentierte sich trotz der Niederlage wieder einmal sehr auswärtsstark. Vor allem die gute Abräumleistung mit nur insgesamt sieben Fehlkugeln sollte Mut machen für das letzte Heimspiel des Jahres, welches am Samstag um 13Uhr gegen den mit 8:10 Zählern punktgleichen ESV Lok Elsterwerda ansteht.