Gohrau (hru/sza) l Da die erste Mannschaft der FSG Vorfläming nur sieben Spieler zur Verfügung hatte, mussten vier Akteure aus der Zweiten den Kader auffüllen. Da vorher schon vier Spieler aus dem ehemaligen Kader die Erste aufgefüllt hatte, standen acht Kicker nicht zur Verfügung. So musste Kreisliga-Trainer Helmut Rudolf mit fünf Spielern aus der dritten Mannschaft auffüllen, um in Gohrau ein spielfähiges Team zu haben.

"Gemessen an den Spielanteilen hat sich diese Mannschaft sehr achtbar aus der Affäre gezogen und war teilweise ein ebenbürtiger Spielpartner. Leider waren wieder einmal die individuellen Fehler spielentscheidend. Das 3:1 für Gohrau war für den Gastgeber etwas glücklich. Ein Unentschieden hätte sich die FSG durchaus verdient gehabt", so Rudolf.

Das Spiel begann sehr ausgeglichen mit leichten Vorteilen für die FSG. Die ersten 20 Minuten spielte sie sehr diszipliniert und hatte die schnellen Gohrauer Angreifer gut im Griff. Eben in dieser 20. Minute produzierte die FSG einen doppelten Aussetzer. Bei einem Torschuss wehrte Keeper Heilig den Ball nach vorn ab. Der Gohrauer Torschütze Weese schaltete am schnellsten und die Abwehrspieler schauten nur zu. So hatte er keine Mühe, den Ball zum 1:0 einzuschießen.

Das wiederholte sich noch einmal in der 28. Minute, als sich vier Mann in die Abwehrmitte ohne Gegenspieler konzentrierten und Kirste auf der linken Seite völlig allein ließen, der sich mit dem 2:0 für das Geschenk bedankte. Diese beiden Gegentreffer waren völlig unnötig, weil sie mehr als vermeidbar waren.

Die FSG spielte sehr gut mit, erarbeitete sich sehr gute Möglichkeiten, blieb aber im Abschluss zu harmlos. Die Schüsse, die auf das Tor des Gastgebers kamen, waren mehr Rückgaben als Torschüsse. Lamprecht, Fräßdorf, Lehnert und Wolf bekamen nicht genügend Druck hinter den Ball, um gefährlich zu werden. So blieb es immer wieder bei solchen "Schüsschen".

Die Halbzeitanalyse zeigte Wirkung. Die FSG drängte auf den Anschlusstreffer, was dann auch in der 57. Minute gelang. Von der Strafraumgrenze zog Hannes Sohn kurzentschlossen ab. Sein Geschoss schlug im rechten unteren Toreck ein. Damit belohnte sich die Mannschaft für das mutige Spiel nach vorn.

Es gab berechtigte Hoffnung, auch noch den Ausgleich zu erzielen, denn die FSG spielte sehr druckvoll, verpasste es jedoch, schnell nachzulegen.

So verflachte das Spiel. Die Gohrauer verlagerten sich auf Konter und die FSG blieb bei ihren Angriffsaktionen zu harmlos. Bei einem Konter entschied Schiedsrichter Heinz Baake (Rodleben) auf Foulstrafstoß. Bei einem Zweikampf im Strafraum setzte Sohn seinen Oberkörper kraftvoll ein. Sein Gegenspieler ließ sich spektakulär fallen und Mücke ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte zum glücklichen 3:1-Endstand (79.). Glücklich deshalb, weil alle Tore praktische Geschenke waren.

"Ein besonderes Dankeschön geht an Tobias Lehnert, der extra aus Berlin angereist war und seine Mannschaft unterstützte. Ein Beispiel für viele andere, die einen bequemeren Weg wählen und den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt haben", so Rudolf.

FSG Vorfläming II: Heilig - Zähle, Reich, de Vries, Friedrich - Lehnert, Sohn, Wolf (76. Eckert) - Fräßdorf, Bilepp (59. Gube), Lamprecht.