Jeber-Bergfrieden (msc/sza) l Am 14. Spieltag musste Fußball-Kreisoberligist FSG Walternien- burg/Güterglück zur SG Jeber-Bergfrieden/Serno reisen und gewann mit 6:0 (2:0).

Die Vorzeichen waren gut. Bis auf Christian Allner (Rücken) und Patrick Hinz (Leiste) hatte das Trainerteam Bittkau/Metzker alle Spieler an Deck.

Von Beginn zeigte die FSG, dass sie gewillt war, den Platz als Sieger zu verlassen. Es wurde sehr früh attackiert. Der erste Schuss von Kevin Tinaglia brachte nichts ein. Einen Freistoß von Jens Görisch hielt der Keeper sehr stark. Im nächsten Angriff hatte Mario Fricke die Chance und verzog.

Nach 13Minuten musste Pascal Lude mit Kniebeschwerden ausgewechselt werden. Für ihn kam Marvin Albrecht. Er fügte sich nahtlos ein. Nach einer Ecke von Albrecht kam Christopher Jobs an den Ball. Sein Kopfball ging knapp vorbei. Nach 20 Minuten dann endlich die verdiente Führung. Nach Zuspiel von Mario Fricke traf Alexander Lachmann ins linke untere Eck.

Die FSG blieb spielbestimmend, eroberte immer wieder im Mittelfeld die Bälle. Und wenn mal ein Ball durchkam, stand die Abwehr um Frank Plantikow und Stephan Harbig sicher. Die Heimelf fiel eher mit Fouls auf, die Schiedsrichter Naumann und vor allem seine Assistenten nicht ahndeten. Sie zeigten lieber Gelbe Karten wegen Meckerns, anstatt die Spieler bei den Fouls zu schützen.

Nach einer Ecke von Al- brecht landete die Kugel nach einem Abstimmungsfehler von Verteidiger und Keeper direkt zum 2:0 im Tor (36.).

In der Folge dann die beste Chance der Heimelf. Nach einem Foul von Harbig gab es Freistoß an der Strafraumgrenze. Der erste Schuss ging in die Mauer. Den Nachschuss lenkte Robin Boer mit einer großartigen Parade über das Tor.

Nach der Pause versuchte die SG noch einmal ins Spiel zurück zu kommen. Die FSG, die nicht gleich wieder ins Spiel fand, kontrollierte nach einer Stunde wieder die Partie und kam nach einem Freistoß von Görisch durch Albrecht zum vorentscheidenden 3:0 (63.).

Das Spiel war entschieden. Die Heimelf zeigte immer weniger Gegenwehr. Nach einer Ecke schoss Görisch einen Abpraller direkt aufs Tor. Für den schon geschlagenen Torwart rettete ein Spieler auf der Linie. Das 4:0 dann nach dem wohl schönsten Angriff des Spiels. Nach einem Doppelpass startete Verteidiger Lucas Sens über die linke Seite einen Sololauf, ließ zwei gegnerische Verteidiger aussteigen, drang energisch in den Strafraum ein und legte vor dem Tor überlegt quer zu Lachmann, der nur noch einschieben brauchte.

Die FSG blieb weiter dran, immer wieder angetrieben von Jobs, der überall auf dem Platz zu finden war. Immer wieder gewann die FSG die wichtigen Zweikämpfe und schaltete blitzschnell über die Außenspieler Tinaglia und Gramsch um. Weitere Chancen von Tinaglia, Lachmann und Jobs fanden nicht ihr Ziel.

In der 82. Minute krönte Jobs seine Leistung mit dem 5:0, als er nach einer Standardsituation den Ball über die Linie drückte. In der Nachspielzeit erhöhte René Gramsch nach Freistoß von Kevin Tinaglia mit seinem ersten Saisontor noch auf 6:0.

Eine sehr starke und vor allem konzentrierte Vorstellung bescherte der FSG den vierten Sieg in Folge. Alle Spieler lieferten eine starke Leistung ab und verdienten sich so den hervorragenden dritten Tabellenplatz, was nach dem bereits 14. Spieltag wohl niemand so erwarten konnte.

Am Samstag empfängt die FSG zu Hause den Dessauer SV 97, dessen Formkurve nach schwachem Saisonstart klar nach oben zeigt.

FSG: Boer - Sens, Fricke (46. Gramsch), Plantikow, Görisch (70. Schulz), Jobs, Lude (14. Albrecht), Tinaglia, Engelhardt, Lachmann, Harbig.

SR: Florian Naumann (Grün-Weiß Dessau). ZS: 32.