Leipzig (mhe) l Mit einem souveränen Auswärtssieg zum Abschluss der Hinrunde behielt am Wochenende die zweite Mannschaft des SKV Rot-Weiß ihre weiße Weste. Im Spitzenspiel beim Drittplatzierten SV Leipzig 1910 überrollte der SKV überraschend deutlich die Hausherren mit 8:0 Mannschaftspunkten (MP) und sehr guten 3493:3283 Kegeln.

Im Startpaar legten Marcus Gerdau und Stefan Stortz die Grundlage für den Erfolg. Stortz gelang es gegen Jürgen Herrmann, seine Leistung endlich einmal über das gesamte Match abzurufen. Mit 3:1 Satzpunkten (SP) und 594:560 Kegeln holte er sicher den ersten MP. Gerdau erspielte gegen den sonst soliden Ralf Jordan mit 629 Kegeln den Spitzenwert des Tages. Mit 4:0 SP ließ er dem Leipziger, der 542 Kegel traf, keine Luft zum atmen.

Im Mittelpaar musste Robert Herold gegen den in der laufenden Saison besten Leipziger Timo Hartmann zunächst einem Rückstand hinterherlaufen. Doch Herold kam im zweiten Teil des Spiels mächtig auf und drehte die Partie zu seinen Gunsten. Nach 2:2 SP und 569:566 Kegeln behielt er knapp die Oberhand.

Parallel zeigte auch Sven Palmroth eine hochsolide Partie. Nach sehr gutem Beginn verschenkte er nur auf der dritten Bahn den Sprung über die 600er Marke. Gegen Andreas Herrmann gelang ihm ein klares 3:1 mit 594:548 Kegeln.

Die Vorentscheidung war zu diesem Zeitpunkt bereits gefallen, als die Heydrich-Brüder auf die Bahnen gingen. Robert Heydrich reihte sich nahtlos in die Teamleistung ein und holte seinen MP gegen Peter Bloß mit 3:1 SP und 584:547 Kegeln. Steffen Heydrich zeigte über drei Bahnen ein gutes Spiel, fiel aber im letzten Satz deutlich ab und verpasste damit einen zufriedenstellenden Abschluss.

Symptomatisch für den Tag war die Tatsache, dass der Leipziger Markus Meyer nicht in der Lage war, die Schwäche zu nutzen, wodurch der jüngere der Heydrich-Brüder mit 3:1 SP und 523:520 Kegeln den 8:0-Sack zuband.

"Das war eine sehr gute Mannschaftsleistung. Wenn es darauf ankam, hatten wir immer die besseren Nerven und haben die entscheidenden Kegel getroffen", freute sich der Zerbster Sportwart Andreas Förster.

Weiterhin ohne Verlustpunkte und mit vier Punkten vor dem ATSV Freiberg feiert die Herold-Truppe souverän den Herbstmeister-Titel der 2. Bundesliga.