Garitz (hru/sza) l Fußball-Kreisligist FSG Vorfläming II unterlag dem Tabellenfünften Dessauer SV 97 II mit 1:4 (1:2).

Erneut musste FSG-Trainer Helmut Rudolf Spieler für die erste Mannschaft abstellen. Trotzdem war die Mannschaft noch gut aufgestellt, spielte gut mit, scheiterte am Ende am eigenen Unvermögen, wobei zwei schmeichelhafte Strafstoß-Entscheidungen dies begünstigten.

"Man kann solche Entscheidungen zum Strafstoß treffen, muss aber nicht auf schauspielerische Glanzleistungen reinfallen", ärgerte sich Rudolf. "Wenn man aber unten drin steht, entscheiden die Schiedsrichter sehr oft leichter zu deinen Ungunsten. Bei mehr Konzentration hätte diese 1:4-Niederlage trotzdem vermieden werden können", fügte er an.

Die Jungs gingen sehr konzentriert ins Spiel. In den Anfangsminuten entwickelte sich ein Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die Abwehr stand sehr gut, nur im Spiel nach vorn lief noch nicht alles rund. Dies sind auch Auswirkungen des ständigen Spielerwechsels auf den einzelnen Positionen. So kam es immer wieder zu Problemen in der Abwehrarbeit von vorn nach hinten.

Ein solches Zuordnungs-Problem führte in der 27. Minute zum 0:1. Keiner fühlte sich so richtig zuständig für Gästespieler Schmuths, der auf der linken Außenbahn frei durch spazieren konnte. Das ließ sich Schmuths nicht nehmen und lochte überlegt ein.

"Solche Fehler dürfen nicht passieren, wenn man erfolgreich sein will", so der Coach. Trotzdem gab es keinen Bruch in der eigenen Spielgestaltung. Langsam fanden sich Jonas Rudolf, Karl Kuhn und Steffen Fräßdorf zu einigen guten Aktionen zusammen. In der 35.Minute fanden diese auch einen erfolgreichen Abschluss. Mit schnellem Pass-Spiel über mehrere Stationen legte Rudolf den Ball Kuhn genau in den Lauf, der seinen Abwehrspieler stehen ließ und von 16 Metern flach in die linke Ecke verwandelte. Ein sehenswerter Spielzug, der leider eine Ausnahme blieb.

Schade, in der 38. Minute hatte der junge Kuhn Pech mit seinem Kopfball, der knapp am linken Dreiangel vorbei strich.

Mehr Glück hatte Meinecke mit seinem Kopfball nach einer Ecke in der 40. Minute. Der Ball landete unterhalb der Torlatte zum 1:2-Rückstand für die FSG. Torhüter Edgar Heilig war zwar noch mit den Fingern dran, konnte den Treffer aber nicht verhindern. Hier machte sich das Fehlen von Kees de Vries sehr deutlich bemerkbar.

Mit viel Optimismus ging die Heimelf in die zweite Hälfte, erspielte sich auch in den Anfangsminuten ein leichtes Übergewicht, vergaß aber den erfolgreichen Abschluss. Insbesondere in der 62. Minute, als Fräßdorf allein auf den Torhüter zulief und an ihm und seinen eigenen Nerven scheiterte. Zwei Minuten später wurde Rudolf wegen angeblichem Abseits zurückgepfiffen. Er war ebenfalls frei durch.

"Schade, mit diesen gelungenen Aktionen hätte die Mannschaft das Spiel für sich entscheiden können. So wurde es noch eine deutliche, aber unglückliche Niederlage, aufgrund hervorragender schauspielerische Leistungen der Gästespieler, auf die Schiedsrichter Kasper hereinfiel", ärgerte sich Rudolf.

Bei der Aktion in der 74.Minute fiel der Gästespieler schon, bevor der Abwehrspieler eingriff. Eigentlich bedeutete dies Gelb für den Angreifer, der den Strafstoß mit einem Grinsen genoss. Dies belegt die Tatsache, dass es kein Strafstoß war.

In der 90. Minute ebenso. Sebastian Reich spielte den Ball und der Angreifer fädelte geschickt ein, mimte eine Verletzung, war danach jedoch putzmunter. Der Pfiff kam mit einiger Verzögerung erst nach der Aufforderung für den Strafstoß, nachdem der Ball schon zur Eckstoß-Ausführung aufgelegt war. Zwei unglückliche Entscheidungen eines sonst sehr souveränen Schiedsrichters.

FSG Vorfläming: Heilig - Zähle, Reich, Borgsdorf, Friedrich, Wolf, Häntze, Sohn, Rudolf, Fräßdorf, Kuhn.

SR: Heinz Kasper (Jeber Bergfrieden). ZS: 10.