Zerbst (azi/sza) l Am Samstag kam es in Zerbst im Duell um den dritten Platz in der Handball-Anhaltliga der männlichen D-Jugend zwischen dem HSV und dem Jessener SV. Zerbst gewann mit 24:18 (11:9).

Dass dieses Spiel schon richtungsweisend ist, zeigt die Tabelle. Hier haben die Zerbster mit zwei Punkten vor Jessen Platz drei inne und wollten diesen auch nach dem Spiel einnehmen. Es war besonders in der ersten Halbzeit ein spannendes und intensives Spiel. In der Kabinenansprache machten die Trainer deutlich, wo- rauf zu achten ist und wie Jessen bezwungen werden kann.

Im Tor agierte Michael Reis, der von Anfang an zeigte, was er drauf hat. Seine Paraden sollten der gesamten Mannschaft Auftrieb verschaffen. In der ersten Halbzeit musste sich Laurenz Brodowski mit dem Jessener Ronny Lustig auseinandersetzen, der immer wieder gefährlich vor dem Tor auftauchte und das gesamte Jessener Spiel machte. Im Verbund konnten seine Kreise jedoch eingeengt werden.

Im Angriff mussten Michel Lewin und Brodowski viel Aufbauarbeit leisten, setzen aber immer wieder klug sich selbst und ihre Nebenleute ein. Davon profitierten besonders Tim Fröhlich und Tim Heine. Beim Stand von 11:9 für den HSV wurden die Seiten gewechselt.

In der zweiten Halbzeit begann der HSV wie die Feuerwehr, überrannte die Gäste förmlich und konnte den Vorsprung schnell auf sechs Tore ausbauen. In der Deckung wurde gut verschoben. Fynn Zielesniak rackerte auf der Spitze und machte es den Jessenern schwer, vernünftige Angriffe vorzubereiten.

Im Angriff wurde mit zwei Kreisläufern gespielt. Mit diesem taktischen Mittel kam der Gast überhaupt nicht zurecht. Durch einfaches Einlaufen der Außen konnte der HSV die Deckung auseinander nehmen. Hier zeigte sich, wie wichtig Eike Alarich für den HSV ist. Mit vier Toren in der zweiten Hälfte trug sie wesentlich zum Erfolg bei.

Zehn Minuten vor dem Spielende hatte der HSV den Vorsprung auf acht Tore ausgebaut. Mit frischen Leuten von der Bank sollte das Tempo weiter hochgehalten werden. Fin Koppens- dorf und auch Max Hemmerling erfüllten ihre Aufgaben in Abwehr und Angriff sehr gut, so dass zum Schluss ein klarer 24:18-Sieg herauskam.

Nun beträgt der Vorsprung auf Jessen vier Punkte und damit kam der HSV dem Saisonziel, Platz drei zu erreichen, ein großes Stück näher. Nach dem Abpfiff gab es Freude pur.

Ein großes Dankeschön gilt dem Fanclub des HSV, der über die gesamten 40 Minuten die Mannschaft nach vorn puschte. Am Wochenende muss die D-Jugend nach Brehna, bevor es in die verdiente Weihnachtspause geht.

HSV 2000 Zerbst: Michael Reis - Tim Fröhlich (2), Tim Heine (2), Max Hemmerling, Fin Koppensdorf, Fynn Zielesniak (2), Jan Brademann, Michel Lewin (5), Laurenz Brodowski (9), Eike Alarich (4).