Zerbst (mhe/sza) l Mit einer Enttäuschung muss die zweite Mannschaft des SKV Rot-Weiß Zerbst in den Jahreswechsel gehen. Gegen den Aufsteiger TuS Leitzkau setzte es eine knappe 3:5-Derbypleite bei 3463:3513 Kegeln.

Dabei begann zumindest Marcus Gerdau trotz Erkältung stark und unterstrich seine aufsteigende Form. Gegen den Kapitän der Gäste, René Geißler, gewann er mit 3:1 Satzpunkten (SP) und 624:573 Kegeln. Doch parallel bekam Stefan Stortz keinen Fuß auf den Boden. Nach der Hälfte der Distanz wurde er durch Steffen Heydrich ersetzt. Auch Heydrich schaffte nicht die Wende und beide verloren gegen den starken André Fischer klar mit 0:4 SP und 495:610 Kegeln.

Im Mittelpaar lagen Robert Herold und Sven Palmroth lange auf Kurs Aufholjagd. Herold lieferte sich ein spannendes und gutes Duell mit Tobias Grötzner. Erst auf der letzten Bahn konnte Grötzner die Partie entscheiden und holte mit 604:592 Kegeln bei Satzgleichheit den Mannschaftspunkt (MP). Palmroth sicherte ebenfalls in einem spannenden Durchgang gegen Harald Schreiter erst auf der letzten Bahn mit 3:1 SP und 565:565 Kegeln den Punkt für den SKV.

Mit noch einem gehörigen Rückstand von 76 Kegeln mussten Robert Heydrich und Martin Herold auf die Bahn. Herold zeigte eine stabile Partie und belohnte sich mit 615 Kegeln und einem 3:1-Gewinn gegen den Ex-Zerbster Udo Volkland (584). Heydrich konnte erst nach schwachen 60 Wurf annähernd sein Leistungsniveau zeigen. Doch gegen Patrick Germer musste er letztendlich Kleinbei geben. Er unterlag auf den finalen Würfen mit 572:577 Kegeln bei Satzgleichheit.

"Wir müssen die Niederlage heute klar eingestehen. Leitzkau hat eine sehr gute Leistung gebracht und wir waren nicht in der Lage, in jeder Situation unser Spiel durchzuziehen", zeigte sich der Zerbster Mannschaftsleiter Martin Herold unzufrieden.

"Es war ein unglaubliches Derby, welches wir mit unserer Kampfstärke und unserem unbändigen Siegeswillen erfolgreich gestalten konnten", freute sich Leitzkaus Teamchef René Geißler. "Ein Riesenkompliment geht an meine Spieler und die vielen angereisten Fans, die die Kegelbahn anschließend in ein Tollhaus verwandelten", fügte er überglücklich an.

In der Tabelle liegen die Rot-Weißen mit nun zwei Minuspunkten weiterhin an Platz eins, mit zwei Zählern Vorsprung auf Freiberg. "Aus meiner Sicht können wir mit dem Staffelsieg und der Herbstmeisterschaft trotzdem auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurückschauen", resümierte Herold.