Die FSG Vorfläming II unterlag am Samstag dem Favoriten vom TSV Rot-Weiß Zerbst II im Kreisliga-Derby klar mit 0:4 (0:2).

Garitz (hru) l Schon vor Spielbeginn war klar, dass es gegen diesen Gegner nur darum geht, so gut wie möglich unbeschadet aus dem Spiel zu kommen. Das gelang der FSG einigermaßen gut. Die Gäste waren auf allen Positionen stärker besetzt. Einen Keven Sens, René Friedrich, Paul Meerkatz, Steffen Kison oder Marc Schröter, um nur einige zu nennen, kann die FSG nicht gleichwertig besetzen. Dennoch hat sich die FSG nicht versteckt und phasenweise gut mitgespielt.

Hinzu kam, dass Sebastian Reich aus der Innenverteidigung bereits in der neunten Minute verletzungsbedingt ausscheiden musste und Torhüter Steffen Hinz bei seinem ersten Spiel nach der langen Verletzungspause noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. Er bekam in der 62. Minute erneut Beschwerden und musste aufgeben. So wurde es eine schmerzliche 0:4-Niederlage.

Bei mehr Cleverness hätte am Ende ein anderes Resultat stehen können. Denn bereits in der fünften Minute ließ Jonas Rudolf eine sehr gute Möglichkeit aus. Allein auf den Torhüter zulaufend brachte er den Ball nicht unter. Bis zum Doppelschlag durch Marcel Reichhardt in der 25. und durch Schröter in der 26. Minute war es ein ordentliches Spiel der FSG.

Zuvor verschoss der Zerbster Kapitän Sens einen Handelfmeter (17.). Der TSV spielte weiter überlegen und die FSG konnte bis zur Pause gut mithalten, zeigte gute Moral und kämpferische Einstellung.

Auch in der zweiten Hälfte war der TSV überlegen und die Jungs der FSG stemmten sich immer wieder gegen diese Überlegenheit. Leider musste Hinz das Tor verlassen, weil er wieder Schmerzen bekam (62.). Ersatzkeeper Sven-Bernd Friedrich gab sich alle Mühe, um den Kasten sauber zu halten.

Warum Schiedsrichter Jan Fronske (Abus Dessau) in der 66.Minute ein Tor der FSG nicht anerkannte, bleibt sein Geheimnis. In der 67. Minute dann das 3:0 durch Hung Luong-Duc, der erfolgreich einen Konterangriff abschloss. Auch hier stimmte die Zuordnung nicht und der Torschütze hatte leichtes Spiel.

In der 76. Minute erneut ein Handelfmeter, den Friedrich großzügigerweise, wie sein Vorgänger, über das Gebälk jagte. In der 80. Minute fühlte sich Fronske von Tobias Lehnert bevormundet und schickte ihn mit Gelb-Rot in die Kabine.

Auch in Unterzahl hielt die FSG gut dagegen, musste aber noch in der 90. Minute das 0:4 hinnehmen. Auch hier ging ein individueller Fehler voraus. Erstens war die Mauer falsch positioniert und dann ließ S.-B.Friedrich den Ball am Oberkörper vorbei gleiten. Der erfahrene R. Friedrich erkannte die Situation gut und platzierte die Kugel flach an der Mauer vorbei in die Torwartecke und hatte Glück, dass der Ersatztorhüter den Ball vorbeirutschen ließ.

Gemessen an den Spielanteilen geht der Sieg des TSV voll in Ordnung, obwohl sich die FSG auch den Torerfolg verdient gehabt hätte.

"Verwunderlich war die Schiedsrichter-Ansetzung", sagte FSG-Trainer Helmut Rudolf. "Ein Spieler einer ebenfalls abstiegsbedrohten Mannschaft (Abus Dessau), der auch Schiedsrichter ist, wurde hier angesetzt. In einigen Szenen spürte man schon eine einseitige Haltung. Ansonsten bot er eine gute Leistung."

FSG Vorfläming II: Hinz (62. Friedrich) - Zähle, Reich (9. Edner), de Vries, Schmidt, Lehnert (80. Gelb-Rot), Häntze (72. Bilepp), Sohn, Rudolf, Fräßdorf, Metzker.

Rot-Weiß Zerbst II: Weiß - Bösecke, Findeklee, Meerkatz, Kison, Kauka, Friedrich, Reichhardt, Luong-Duc (75. Baier), Schröter (46. Franke), Sens.

SR: Jan Fronske (Abus Dessau). ZS: 5.