Hallenfußball l Gommern (sza) Das Hallenturnier des SV Eintracht Gommern um den "Pokal des Bürgermeisters der Stadt Gommern", das am Samstag in der neuen Sporthalle am Europagymnasium ausgetragen wurde, endete mit einer Schlägerei und einem Abbruch.

Neben dem zweiten Team der Eintracht nahmen auch die Teams des SV Blau-Weiß Pretzien, des Karither SV, des SV Eintracht Plötzky, des FC Ostelbien Dornburg sowie des VfL Gehrden am Turnier teil. Die SG Nedlitz/Ziepel trat nicht an.

Im Turnierverlauf kam es im Spiel zwischen Plötzky und Dornburg zu einem Gerangel. Daraufhin wurde Ostelbien-Spieler Dennis Wesemann mit einer gelben Karte verwarnt. Nachdem derselbe Spieler Schiedsrichter Andreas Zepter mit der Faust bedroht hatte, wurde er mit Rot des Feldes verwiesen.

Zum Ende des Turniers kam es zu einem weiteren Gerangel auf dem Spielfeld. Wesemann kletterte über die Absperrung und schlug einem Fan der gegnerischen Mannschaft ins Gesicht. Eine unbeteiligte Zuschauerin wurde dabei leicht verletzt. Die Polizei ermittelt den Tathergang.

"Es war unglaublich"

"Es war unglaublich", war VfL-Trainer Andreas Schunke fassungslos. "Alles ging so schnell. Wir haben es gar nicht so richtig mitbekommen."

Da die Gehrdener mit Dornburg die Kabine teilen mussten, war der Coach nur darum bemüht, seine Spieler sicher nach Hause zu bekommen. "Die Veranstaltung wurde abgebrochen und so konnten wir unser Spiel gegen Karith nicht mehr spielen. Das wollten wir nach den Vorkommnissen auch nicht mehr. Für mich stand nur die Sicherheit meiner Spieler im Vordergrund", so Andreas Schunke, der es vom Veranstalter "unmöglich" fand, dass das Spiel dennoch für Karith gewertet wurde und Gehrden aufgrund dessen der dritte Platz genommen wurde. "Das ist ein Ding der Unmöglichkeit, dass nach solchen Vorfällen noch eine Siegerehrung stattfindet", war er entrüstet.