Mit einem klaren 7:1-Sieg nach Mannschaftspunkten (MP) und einem Vorsprung von 202 Kegeln besiegten die Bundesliga-Kegler des SKV Rot-Weiß Zerbst am Samstag den Konkurrenten vom SKC Victoria Bamberg und stabilisierten ihre Tabellenführung.

Zerbst l Gleich das Zerbster Startpaar mit Axel Schondelmaier und Mathias Weber bot Kegelsport der Spitzenklasse. Schondelmaier musste zwar seine erste Bahn trotz guter 150Kegel an den jungen Florian Fritzmann (160) abgeben, zündete dann aber den Turbo und überrollte Fritzmann mit einer 183er Bahn förmlich. Der junge Bamberger baute etwas ab und der Zerbster hatte mit 3:1 Sätzen und starken 647:607 Kegeln den MP in der Tasche.

Weber zeigte erneut seine Extraklasse. Er ist einfach schon seit langer Zeit in Bestform und bringt das auch auf die Bahnen. Beeindruckend, wie er den besten Bamberger, Nicolae Lupu, der mit 655Kegeln ebenfalls brillierte, in die Schranken wies. Mit einer 180er Bahn nahm er dem "Oldstar" (164) gleich den ersten Satz ab. Auf der zweiten Bahn kam "Matze" nicht so gut zurecht, haderte vor allem beim Abräumen, so dass Lupu mit 165:159 Kegeln ausglich.

Doch dann war Weber nicht mehr zu halten. Mit zwei überragenden Bahnen (170, 174) erspielte er den Tagesbestwert von 683 Kegeln - übrigens das drittbeste Ergebnis, das je in Zerbst erspielt wurde - und sicherte den MP.

"An den Bahnrekord hatte ich gar nicht gedacht", sagte er auf Nachfrage. "Ich wollte Lupu einfach nur schlagen und das ist mir ganz gut gelungen", zwinkerte er.

In der Mitte hatte Thomas Schneider einige Probleme. Er musste sich am Ende bei 2:2 Satzpunkten (SP) dem jungen Julian Hess mit 577:585 Kegeln geschlagen geben und dem Gegner den Ehrenpunkt überlassen.

"Mister Zuverlässig", Uros Stoklas, spielte seine ganze Klasse gewohnt souverän und ruhig herunter. Mit vier starken Bahnen (167, 174, 165, 164) sorgte er für den nächsten Topwert von 670 Kegeln. Sein Gegner, Christian Jelitte, hatte keine Chance und kam nur auf 575 Kegel.

Das Zerbster Schlusspaar wollte den Sieg über die Ziellinie bringen. Timo Hoffmann musste gegen den ehemaligen Junioren-Weltmeister Manuel Weiß ran, den er als Nationaltrainer bestens kennt. Wenn auch äußerst knapp, so erkämpfte sich Hoffmann die ersten drei Sätze. Dies reichte am Ende trotz weniger erspielter Kegel (593:600) zum vierten MP.

Routinier Boris Benedik hatte gegen den jungen Domenik Kunze keine Probleme. Kunze ließ nur auf Bahn drei sein Können aufblitzen, wo er eine Serie hinlegte und nach zehn Wurf in die Vollen auf beeindruckende 82 Kegel kam. Mit 175:161 Kegeln nahm er Benedik einen Satz ab. Doch das war es dann schon. Der Slowene spielte weiter stark und sicherte sich mit 3:1 Sätzen und tollen 649:595 Kegeln sicher den fünften MP.

Die Rot-Weißen stehen mit 22:2 Punkten souverän auf Rang eins. Am kommenden Samstag wartet der Tabellensiebte, Aufwärts Donauperle Straubing. Die Straubinger unterlagen am Samstag in Lorsch klar mit 0:8 und wollen ihr Selbstbewusstsein wieder aufpolieren.

 

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