Zerbst (mhe) l Wegen dem Champions-League-Spiel der ersten Mannschaft musste die zweite Vertretung des SKV Rot-Weiß Zerbst zu ungewohnter Zeit am Sonntagmittag zum Spitzenspiel auf heimischer Anlage gegen den Drittplatzierten SV Leipzig 1910 antreten. Dabei erlebten die Zuschauer ein packendes und bis zum Schluß spannendes Duell, welches die Hausherren knapp mit 6:2 Mannschaftspunkten (MP) und 3442:3428 Kegeln für sich entschieden.

Dabei verlief der Start alles andere als nach Plan, denn sowohl Marcus Gerdau als auch Robert Heydrich verpatzten die erste Bahn und rannten einem Rückstand hinterher. Gerdau stabilisierte sich mehr und mehr und bekam Ralf Jordan in den Griff. Am Ende siegte er deutlich mit 3:1 Satzpunkten (SP) und 619:578 Kegeln.

Heydrich hatte gegen Jürgen Herrmann zwar keine Probleme mehr und gewann ebenfalls mit 3:1 SP und 568:523 Kegeln, schaffte es aber nicht, sein Können komplett abzurufen.

Im Mitteldurchgang duellierten sich Geburtstagskind Robert Heydrich und der Leipziger Andreas Herrmann bis aufs Messer. Erst mit den letzten Kugeln behielt Herold bei 581:581 Kegeln und 3:1 SP die Oberhand. Parallel stand Steffen Heydrich gegen den Youngster der Messestädter, Martin Stiehl, auf verlorenem Posten. Er wurde kurz vor Halbzeit gegen Stefan Stortz ausgewechselt. Stortz gelang es zumindest, mit einer guten Schlussbahn den Rückstand in Grenzen zu halten. Der Punkt ging aber deutlich mit 3:1 SP und 586:526 Kegeln an Stiehl.

Im Schlussdurchgang gelang den Gästen dann der bessere Start, vor allem weil Kapitän Martin Herold gegen Michael Zimmer deutlich zurück lag. Doch Herold kämpfte sich heran und gewann gegen den besten Leipziger nach 3:1SP und 597:597 Kegeln.

Sven Palmroth schien zunächst auf der Siegerstraße gegen Timo Hartmann. Doch im Folgenden büßte Palmroth Kegel um Kegel ein und schaffte zusammen mit Herold erst in den letzten zehn Würfen mit einigen Neunern im Abräumen die Wende zu Gunsten des SKV. Palmroth unterlag nach Satzgleichheit knapp mit 551:563 Kegeln, hielt den Rückstand aber in Grenzen.

"In den entscheidenden Momenten hatten wir wieder einmal die besseren Würfe auf unsere Seite", resümierte am Ende SKV-Teamchef Martin Herold. "Von der Spannung war es einem Spitzenspiel würdig. Von den Gesamtleistungen müssen wir aber weiter zulegen", ergänzte Herold mit Blick auf das nächste Auswärtsspiel in Senftenberg.

In der Tabelle stehen die Rot-Weißen weiterhin auf dem ersten Rang.