Zerbst/Lindau (hjs) l Der vierte Spieltag der Volleyball-Hobby-Liga der Herren hatte mit den Begegnungen des TSV Zerbst gegen beide Lindauer Sechser die herausragenden Spiele. In der Lindauer Sporthalle fiel dann auch eine Vorentscheidung um den Staffelsieg.

Die besten Karten auf den Titel haben ohne Zweifel die beiden Lindauer Teams. Die Sechser, die in diese Saison gleich mit einigen Stammkräften aus dem Lindauer Landesklasse-Kader gestartet sind, wurden bisher ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Zerbster TSV-Sechser haben in dieser Saison nicht das spielerische Rüstzeug, um ernsthaft dagegenhalten zu können.

Nun musste der erste TSV-Sechser in der Heimhalle der Lindauer Farbe bekennen. Wollte er noch eine reelle Chance auf den Titel haben, musste er in Lindau gewinnen. Da im ersten Abendspiel Lindau II doch etwas überraschend gegen den eigenen dritten Sechser beide Punkte erkämpfen konnte, witterten die Zerbster um die Ernst-Brüder Morgenluft.

Sehr knapp war dann auch gleich der erste Satz gegen Lindau II. Mit weniger Fehlern in der Feldabwehr wäre sogar noch mehr möglich gewesen (23:25). Im zweiten Satz konnten die Rot-Weißen das Blatt doch nicht mehr wenden und unterlagen 0:2.

Gegen den Favoriten LindauIII gab es seitens der Zerbster eine tolle Leistung. Lindau III fand im ersten Satz keine richtige Einstellung gegen das variable Angriffsspiel der TSVer. Mit 25:18 konnten die Ernst und Co. die Hausherren bezwingen. Der zweite Satz war lange ausgeglichen. Lindau brachte aber jetzt die eigenen Angriffe besser ins Ziel, stellte immer wieder einen effektiven Block. Das Spiel wendete sich und Lindau III gewann diesen Satz.

Dann der Tiebrak. Die Lindauer zeigten jetzt Nervenstärke und nutzten den Heimvorteil. Am Ende ein nicht unverdienter 15:12-Satzsieg der Burgstädter. Mit diesem Sieg über die Zerbster wahrte Lindau III die eigenen Titelchancen.

In der Zerbster Halle an der Fuhrstraße trat der TSVII gegen Leps und die Youngster der Ganztagsschule an. Der TSVII ging als Favorit in diese Abendspiele. Gegen die Ganztagsschule spielte er die ganze Erfahrung aus und war im Spielaufbau viel sicherer als die Sandmann-Schützlinge. Diese hatten zuvor beim letzten Spieltag in der Hobby-Mix-Runde für Aufsehen gesorgt, als sie gegen die "TSV-Oldies" verdient einen Satz gewinnen konnten. In der Herrenliga hatten sie dann keine Chance auf einen Satzgewinn. Gegen die routinierten Rot-Weißen um Tilo Feldmann und Uwe Krüger mussten sie deutlich beide Sätze abgeben (8:25, 17:25).

Im ewig jungen Duell zwischen dem TSV II und Leps ließen die Zerbster im ersten Satz kaum Angriffsgefahr erkennen. Zu harmlos waren die Schmetterschläge. Leps gewann 25:14. Im zweiten und entscheidenden dritten Satz steigerten sich die TSVer. Jetzt wurde in der Feldabwehr die Lücke geschlossen. Mit dem Handicap, ohne Zuspieler-Routinier Dieter Handrich antreten zu müssen, setzte vor allem Sonny Finger mehr die Akzente im Angriff. So konnte noch das Spiel gedreht werden.

Mit diesen beiden Siegen festigten die TSVer ihren vierten Tabellenplatz.