Lindau (hjs/sza) l Die Landesklasse-Volleyballer aus Lindau traten zum Nachholspieltag wieder in eigener Halle an. Mit zwei klaren Siegen festigten sie ihre Aufstiegsambitionen. Die Gäste hatten gegen die Erfahrung und die mannschaftliche Geschlossenheit der Burgstädter keine Chance. Dazu bildeten gut 30 Zuschauer eine würdige und stimmungsvolle Kulisse.

Trainer Guido Müller hatte für diese beiden Heimspiele klar die Marschroute festgelegt. "Zwei Siege und wir sind weiter im Aufstiegsrennen", gab der Routinier seinen Männern als Zielvorgabe an. Dazu kam der Heimvorteil. Die sehr niedrige Halle bereitete den meist jungen Spielern der Gegner große Probleme. Die haderten dann auch mit den Bedingungen, ließen sich zu schnell aus dem Konzept bringen.

Dabei zeigten vor allem die 15- bis 16-jährigen Spieler der Landesauswahl ein tolles Läuferspiel mit immer wieder wechselnden Kombinationen. In den Satzpausen wurden auf dem Laptop die eigenen Spielzüge noch einmal nachvollzogen. Von den Nachwuchstalenten stehen momentan sogar zwei Spieler im deutschen Nationalkader. Der Routine und dem sehr harten Angriffsspiel (Lindauer) des Heimsechsers hatten sie aber nichts entgegen zu setzen.

Immer wieder imposant wie diesmal Zuspieler Müller mit seinem ruhigen Spielaufbau die Mitspieler in die richtige Angriffsposition brachte. Der fast 50-Jährige will noch einmal hoch in die Landesliga, das merkte man seinem Spiel an. Dazu ein mit tollem "Auge" spielender Norman Wuttig. Die Burgstädter haben nicht nur mit Lindauer einen absoluten Punktesammler am Netz. Gegen die Landesauswahl kam nach langer Verletzungspause erstmals der überzeugende Martin Baude zum Einsatz. Ein Einstand mit viel Hoffnung.

Mit 3:0 nach Sätzen wurde die Landesauswahl nach Hause geschickt. Vor der Heimreise konnten sie aber gegen die Studenten des USC IV deutlich mit 3:1 gewinnen.

Gegen den USC IV gaben die Lindauer nach sehr überlegenem Beginn einen Satz ab. "Das war wieder der Lindauer Schlendrian", war zu hören. Tatsächlich, die Hausherren waren in diesem zweiten Satz nicht konzentriert genug. In den folgenden Sätzen sah man wieder das wahre Gesicht der Burgstädter. Mit 25:10 und 25:7 wurde mit den 18- bis 20-jährigen Studenten kurzer Prozess gemacht. Die gaben sich dann viel zu schnell geschlagen.

Erwähnenswert war der einsatzstarke Liberopart des nur 1,73 Meter großen Philipp Sens. Der Zerbster ging in der Feldabwehr auch dorthin, wo es fast aussichtslos war, den Ball noch unter Kontrolle zu bekommen. Als Neuzugang hat er sich ganz prima in das Lindauer Spiel eingefügt. Ein Gewinn für die Burgstädter.

Mit diesen beiden Siegen stehen die Lindauer auf Platz zwei. Tabellenführer Sportfreunde Magdeburg hat seine Spiele alle absolviert. Gewinnen die Lindauer am nächsten Spieltag in Genthin gegen den Burger VC 99 III und Genthin, sind sie so gut wie durch.

"Daran denken wir noch nicht. Wir müssen uns auf die Spiele konzentrieren, nicht zu sehr an den Aufstieg denken", mahnte Müller. Die Mannschaft und das Umfeld wollen aber den Aufstieg, das spürte und hörte man an diesem Spieltag sehr, sehr oft.

Lindau: Lindauer, Baude, Franke, Polaczek, Müller, Wuttig, Elmenthaler, Bombach, Sens.