Die Spitzenkegler des SKV Rot-Weiß Zerbst erledigten ihre Hausaufgaben am Samstag souverän. Sie besiegten das Schlusslicht der Bundesliga, den EKC Lonsee, klar mit 8:0Mannschaftspunkten und sehr guten 3797:3289 Kegeln.

Zerbst l "Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden", sagte der Zerbs- ter Sportwart Andreas Förster. "Obwohl wir die Aufstellung sehr verändert hatten, haben wir wieder knapp 3800 Kegel erspielt. Das zeigt, dass wir aus einer großen Breite auch eine große Qualität bringen können."

Axel Schondelmaier ist weiter verletzt. Das MRT hat ergeben, dass er sich einen Muskelbündelriss zugezogen hat. "Er wird einen Monat ausfallen", so Förster, der hofft, dass sein Schützling bis zum Champions League-Finale wieder fit sein kann. Die beiden Slowenen Boris Benedik und Uros Stoklas erhielten eine kleine Verschnaufpause.

So bekamen Christian Helmerich und Marcus Gerdau eine Einsatzchance, die sie eindrucksvoll nutzten.

"Wir können aus einer großen Breite auch eine große Qualität bringen."

SKV-Sportwart Andreas Förster.

Das Startpaar mit dem überragenden Mathias Weber und Torsten Reiser, der sich auf dem aufsteigenden Ast befindet, sorgte gleich für klare Verhältnisse. Reiser spielte drei sehr gute Bahnen (153, 166, 156). Nur durch eine letzte schwächere 123er Bahn verdarb er sich ein 600er Ergebnis. Mit 3:1 Sätzen und 598 Kegeln hatte er Dieter Annasensl (559) klar im Griff.

Weber bestach erneut mit seinem klasse konstanten Spiel. Mit vier sehr guten Bahnen (175, 163, 172, 164) kam er auf sensationelle 674 Kegel. Da konnte Ulrich Fetzer (560) nur staunen und ihm anerkennend zum Mannschaftspunkt gratulieren.

Das Mittelpaar der Zerbs- ter mit Helmerich und Gerdau hatte schon ein Polster von 153 Kegeln und 2:0 Punkte im Rücken und die Partie war so gut wie entschieden. Helmerich spielte kons- tant und ließ Marcel Zimmermann bei 4:0 Sätzen und 597:543 Kegeln keine Chance.

Gerdau überzeugte mit starken 631 Kegeln. Gegen ihn blieb Andreas Merz (553) blass und unterlag nach 1:3 Sätzen. Beide Zerbster bauten den Vorsprung uneinholbar auf 285 Kegel aus.

"Marcus hatte mit sehr guten Ergebnissen in den vergangenen Wochen bereits bewiesen, dass er sich einen Platz in der Mannschaft verdient hatte. Seine Chance konnte er auch sehr gut nutzen", lobte Förster, der ihn während des Spiels auch betreut hatte.

Das Schlusspaar mit Kapitän Timo Hoffmann und Thomas Schneider konnte befreit aufspielen. Beiden gelang es sehr gut und sie überzeugten mit Top-Ergebnissen. Hoffmann hatte gegen den Besten der Lonseer, Andreas Ihle, immer ein Pfund mehr zu bieten und besiegte ihn klar bei 4:0Sätzen und sehr guten 638:570 Kegeln.

Schneider, der mit einer Erkältung zu kämpfen hatte, spielte erneut stark. Auch er ließ seinem überforderten Gegner Jörg Hauptmann (504) mit 4:0 Sätzen nicht den Hauch einer Chance. Mit vier starken Bahnen (172, 158, 151, 178) sorgte er für den zweitbesten Tageswert von 659 Kegeln.

So fiel der Sieg mit 8:0 Punkten und einem Plus von 508 Kegeln mehr als eindeutig aus.

"Wir brauchen immer acht bis neun Spieler. Da ist es immer schwierig, eine gesunde Mischung zu finden. Das ist uns am Samstag wieder sehr gut gelungen", meinte Andreas Förster abschließend.

Am kommenden Wochenende können die Rot-Weißen erst einmal durchschnaufen. Da findet in Hirschau der Einzelweltpokal statt. Von Seiten der Zerbster wird nur Mathias Weber dort mit im Rennen um den "Pokal" sein, wofür ihm sicher nicht nur seine Mannschaft und der SKV fest die Daumen drücken werden.