Die Spitzenkegler des SKV Rot-Weiß Zerbst stehen vor einem anstrengenden Wochenende mit einem Novum. Denn innerhalb von sieben Stunden werden die SKV-Akteure zweimal auf den selben Gegner treffen.

Zerbst l Um 10 Uhr beginnt dabei das Ligaspiel gegen den oberpfälzischen Vertreter SKK FEB Amberg. Anschließend steht das fällige Pokalviertelfinale gegen die gleiche Mannschaft an.

"Die Amberger kamen mit dem Wunsch auf uns zu, das Pokalspiel aus dem April vorzuziehen. Uns kommt diese Verlegung ebenfalls sehr entgegen", erläutert SKV-Kapitän Timo Hoffmann. Beide Mannschaften sparen sich dadurch ein Wochenende und die für beide Teams stressige Anfahrt nach Zerbst.

Die Fans der Rot-Weißen bekommen dadurch zwei Kegelleckerbissen innerhalb kürzester Zeit geboten.

Dabei sind die Ausgangslagen der beiden Partien durchaus unterschiedlich. In der Liga trifft dabei der Tabellenführer auf den derzeit Fünftplatzierten. Die Amberger stehen mit 16 Punkten im Niemandsland der Tabelle und hätten nur mit einem Sieg in Zerbst noch Möglichkeiten auf einen vorderen Rang.

Im Pokalspiel stehen dafür die Uhren bei Null und so manches Pokalspiel hat ja bekanntlich seine eigenen Gesetze. "Für uns sind dies zwei wichtige Spiele. In der Liga können wir mit einem Heimsieg fast schon alles klar machen und im Pokal wollen wir zum Final-Four und den nächsten Titel verteidigen", erklärt Hoffmann die Bedeutung des Doppelspieltages.

Zudem kommt mit dem FEB Amberg ein alter Bekannter nach Zerbst. Jürgen Zeitler erlebte mit dem SKV vier sehr erfolgreiche Jahre und kennt damit natürlich seine alte Heimbahn in- und auswendig. Zeitler zeigte in den letzten Wochen auch Weltklasseleistungen und scheint in Topform. Mit 681 Kegeln erreichte er im Heimspiel gegen Nibelungen Lorsch fast seine persönliche Bestleistung von 684 Kegeln.

Dementsprechend froh ist Hoffmann, dass er wieder auf alle Spieler zurückgreifen kann. "Axel Schondelmaier steht wieder zur Verfügung und ist nach seiner Verletzung wieder fit", zeigte sich der Zerbster Teamchef erleichtert. Zusätzlich wird wohl auch Marcus Gerdau nach seinem überzeugenden Auftritt in der Champions League wieder zum Einsatz kommen. Alle anderen Spieler stehen ebenfalls zur Verfügung.

Hoffmann hat damit die Möglichkeit, wieder aus dem Vollen zu schöpfen und in beiden Partien auch entsprechend zu rotieren.