Der alte und neue Deutsche Meister SKV Rot-Weiß Zerbst konnte auch eine Woche nach dem zehnten Meistertitel das Duell beim Verfolger KC Schwabsberg gewinnen. Vor einem tollen Publikum siegte die Hoffmann-Truppe mit einem neuen Mannschafts-Bahnrekord von 3767:3637 Kegeln mit 5:3 Mannschaftspunkten.

Schwabsberg l Für die Schwabsberger, die noch um die Medaillenplätze mit Lorsch und Bamberg kämpfen, begann Mathias Dirnberger stark. Er lieferte sich mit Mathias Weber auf Seiten des SKV ein packendes Duell. Weber konnte dabei nur auf der letzten Bahn wieder vollkommen überzeugen und unterlag Dirnberger nach Satzgleichheit mit 615:632 Kegeln.

Parallel kontrollierte Marcus Gerdau von Beginn an sein Match gegen Reiner Buschow. Gerdau, der nach seinen Einsätzen in der zweiten Mannschaft immer besser in Form kommt, gelang erneut ein überzeugender Auftritt. Er erspielte zum zweiten Mal in Folge 666 Kegel. Da Buschow nur auf 596 Kegel kam, holte Gerdau mit 4:0 Satzpunkten (SP) klar den ersten Mannschaftspunkt (MP) für die Rot-Weißen.

Im Mittelpaar kippte die Partie zu Gunsten der Hausherren. Dies lag vor allem an Nationalspieler Fabian Seitz, der mit 652 Kegeln Thomas Schneider keine Chance ließ. Schneider fehlte die Klasse der vergangenen Woche. Er musste sich dadurch mit 0:4 SP und 592Kegeln geschlagen geben.

Gleichzeitig musste auch Uros Stoklas gegen Ronald Endraß Federn lassen. Erst auf den zweiten 60 Würfen fand Stoklas zu seinem gewohnten Spiel. Da der Schwabsberger aber gut gegenhielt, blieb die Aufholjagd des Slowenen in den Diensten des SKV nicht von Erfolg gekrönt. Stoklas unterlag nach Satzgleichheit mit 624:627Kegeln.

"Wir müssen jetzt alle Spieler wieder in Form bringen. International brauchen wir acht Leute auf Top-Niveau."

Timo Hoffmann.

Das Zerbster Schlussduo mit Boris Benedik und Timo Hoffmann lief damit einem Rückstand von zehn Kegeln hinterher. Doch diesen egalisierten beide innerhalb weniger Kugeln und verwandelten das Minus in ein sattes Plus von über 80 Kegeln nach 60 Wurf.

Kapitän Hoffmann befindet sich aber weiterhin auf der Suche nach seiner Form, konnte aber mit 3:1 SP und 589:545 Kegeln gegen Alexander Stephan seinen Punkt holen. Benedik zelebrierte einmal mehr Kegelsport von einem anderen Stern. Analog eines Schweizer Uhrwerkes spielte er eine Kugel wie die andere. Mit 681 Kegeln markierte er einen neuen Einzelbahnrekord und ließ Damir Cekovic (585) keine Chance.

"Wir müssen jetzt alle Spieler wieder in Form bringen. International brauchen wir acht Leute auf Top-Niveau", blickte Hoffmann nach der Partie auf die Aufgaben in der Champions League voraus.

Am kommenden Wochenende haben die Zerbster im letzten Heimspiel der Saison gegen Nibelungen Lorsch bereits wieder die Chance auf weitere Verbesserungen. Nach dem Spiel soll dann die bereits traditionelle Saisonabschlussfeier mit den SKV-Fans steigen.