Zerbst (mna) l Zum letzten Heimspiel der regulären Anhaltliga-Saison empfing der HSV 2000 Zerbst den SV Apollensdorf. Nach einer kurzen Schwächephase in Hälfte zwei gewann der HSV das Spiel verdient mit 30:23 (15:9).

Die Marschroute der Zerbs- ter war von Anfang an klar. Tempospiel, um so die Apollensdorfer zu schwächen. Dieses Vorhaben gelang genau nach dem Geschmack der Trainer. Schnell führte der HSV mit 8:3 und Apollensdorf nahm seine erste Auszeit. Gut für den HSV, um Luft zu holen.

Die Rückraumschützen Jonas Hohmann und Lucas Ille wurden immer wieder gut in Szene gesetzt und bauten die Führung weiter aus. Bereits in der 18. Minute stand es 12:4. Die Deckung der Zerbster war aber in dieser Zeit nicht die, die man eigentlich kannte. Sie versuchte durch eine offensivere Variante den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Leider nicht immer mit Erfolg. Doch Sebastian Engler im Zerbster Tor konnte sich einige Male auszeichnen und wichtige Bälle parieren.

Nun ließ der HSV die Zügel etwas schleifen und Apollensdorf erzielte zu einfache Tore. Es folgte die Auszeit für Zerbst. Doch diese brachte auch nicht die erwünschte Ruhe ins Spiel. Bei einer noch akzeptablen Führung von 15:9 ging es in die Pause.

Jedoch nutzte auch die kurze Aussprache in der Halbzeit nichts. Der HSV stellte etwas um und versuchte wieder zur alten Stärke zu finden. Doch auch der Schuss ging nach hinten los. Zu hektisch wurden die Bälle nach vorn gespielt und dabei Abspielfehler produziert. Ehe man sich versah, waren die Gäste wieder auf 15:17 he- ran und das Spiel wieder völlig offen.

Bei Radis III im Zugzwang

Der HSV nahm die zweite Auszeit. Beide Trainer besprachen sich kurz und stellten die Mannschaft komplett um. Von Minute zu Minute fand der HSV zurück in die Partie. Es wurde wieder versucht, mit geordneten Spielzügen und schnellem Tempospiel zum Erfolg zu kommen. Kontinuierlich bauten die Zerbster ihre Führung wieder aus. Stefan Rummel erzielte wichtige Tore am Kreis und tankte endlich wieder etwas Selbstvertrauen im Abschluss.

Am Ende einer zwischenzeitlich engen Partie konnte der HSV verdient als Sieger vom Platz gehen.

Jetzt müssen die Zerbster, nachdem Holzdorf in Coswig gewinnen konnte, am kommenden Wochenende bei der dritten Vertretung des TuS Radis gewinnen, um endlich für die Meisterrunde qualifiziert zu sein.

HSV 2000 Zerbst: Geilich, Engler - Rummel (3), Krümmling, Schwenger (2), Miotke, Hohmann (6), Franz (1), Dobritz (2), Ille (4), Kieler, Borchers (2), Natho (10/6).

Nächster Spieltag,

TuS Radis III - HSV 2000 Zerbst

Frischauf Holzdorf - Grün-Weiß Wittenberg-P. II