Roßlau (hru/sza) l "Duplizität der Ereignisse des vergangenen Spieltages. Wieder gut mitgespielt, aber leider vorn die guten Möglichkeiten ausgelassen und in der Abwehr ein paarmal nicht aufmerksam genug. Das Spiel hätte schon in Hälfte eins gewonnen werden können, doch die Chancen wurden nicht genutzt. So wurde es wieder eine unnötige 1:3 (1:1)-Niederlage", ärgerte sich der Trainer des Kreisligisten FSG VorflämingII, Helmut Rudolf, nach dem Spiel bei Germania Roßlau II.

Die Partie begann sehr druckvoll auf beiden Seiten. Zu Beginn nutzte M. Schädlich aus der ersten Germania-Mannschaft eine Unaufmerksamkeit der FSG-Abwehr, zog aus zirka zwölf Metern ab und der Ball landete im rechten Toreck (3.).

Nur kurz war der Schock über diesen frühen Rückstand. Die FSG übernahm nach und nach die Regie und erspielte sich zahlreiche Möglichkeiten. Jonas Rudolf hatte mit seinem Schuss Pech. Er strich knapp am rechten Toreck vorbei (16.). Karl Kuhn behauptete sich gegen zwei Abwehrspieler. Sein Schuss strich knapp über die Querlatte (36.). Nach schneller Ballstafette kam die Kugel zu Christian Friedrich. Mit einer kurzen Drehung ließ er noch seinen Gegenspieler aussteigen und vollendete platziert zum 1:1-Ausgleichstreffer (43.).

Gleich danach hatte Friedrich erneut eine gute Chance. Da verfehlte sein Schuss das Ziel knapp. Dann hatten es noch Steffen Fräßdorf und Kuhn auf dem Fuß, alles klar zu machen. Mit mehr Ruhe und Cleverness hätten sie Erfolg gehabt.

In Hälfte zwei bekam die Germania den Treffer vom Schiedsrichter geschenkt. Aus klarer Abseitsposition netzte Schädlich zum 2:1 ein.

Die FSG ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Ab der 71. Minute musste sie jedoch in Unterzahl agieren, da Sebastian Zähle Gelb-Rot sah. Auch hier zeigte Schiri Ingolf Kirsch (Lok Dessau) wenig Fingerspitzengefühl. Eine Ermahnung hätte es auch getan.

Die FSG hätte mehr aus ihren Möglichkeiten machen müssen. So kassierte sie noch in Unterzahl das 1:3. Wieder war Schädlich gedanklich schneller und nutzte eine Unstimmigkeit und mangelndes Zweikampfverhalten zu seinen Gunsten. Aber dennoch hatte Fräßdorf in der 81. Minute den Anschluss auf dem Fuß. Sein Torschuss wurde nur eine bessere Rückgabe. Dann sah Friedrich seinen Kopfball schon im Tor. Nach kurzem Konzentrationsmangel scheiterte er (86.). So wurde es erneut eine bittere Niederlage, die nicht sein musste.

FSG Vorfläming II: Seidl - Zähle (71. Gelb-Rot), Reich, de Vries, Edner, Borgsdorf, Friedrich, Sohn (60. Häntze), Rudolf, Fräßdorf, Kuhn.

SR: Ingolf Kirsch (Lk Dessau). ZS: 18.