Radis (mna/sza) l Zum letzten Spiel der regulären Saison in der Handball-Anhaltliga 2 musste der HSV 2000 Zerbst am Samstag bei der dritten Vertretung des TuS Radis antreten. Dieses Spiel musste der HSV unbedingt gewinnen, um die Qualifikation zur Meisterrunde zu schaffen. Leider verloren die Zerbster mit der Schluss-Sirene unglücklich 24:25 (10:12) und schieden aus.

Der HSV kam sehr schleppend ins Spiel. In der Abwehr hatte er sichtliche Probleme gegen den Rückraum der Gastgeber. Oft stürmte er zu zeitig heraus oder stand nicht gut genug auf der Wurfhandseite. Bereits in der vierten Minute führte Radis mit 3:1.

Allmählich fing das Zerbster Spiel an, Form anzunehmen. Die Angriffe wurden sauber ausgespielt und es wurde versucht, den besser stehenden Mann anzuspielen. Das Resultat war der Ausgleich zum 4:4. Aber irgendwie schaffte es der HSV nicht, in den zweiten Gang zu schalten. In der Deckung erkämpfte er sich zwar mit aller Macht den Ball, der wiederum im Angriff kläglichst vergeben wurde.

Radis nutzte diese Schwäche der Zerbster aus und ging prompt mit 9:6 in Führung. Auch einige Umstellungen brachten nicht den gewünschten Erfolg. Radis baute seine Führung weiter auf 10:8 aus.

"Dieses stockende Zerbster Spiel zeichnete sich schon beim Warmmachen ab. Es war überhaupt keine Einstellung und Spannung zu spüren", war Trainer Markus Natho tief enttäuscht. Mit einem noch machbaren Rückstand von 10:12 ging es in die Kabine.

Ein etwas besserer Start der Zerbster und eine andere Einstellung waren in Hälfte zwei zu sehen. Der HSV verkürzte auf 13:14. Jedoch ging dasselbe Szenario wie in Hälfte eins weiter. Eine katastrophale Chancenverwertung der Zerbster ermöglichte es den Gastgebern, ihre Führung wieder auf 18:14 auszubauen.

Jetzt merkten die Zerbster endlich, dass sie anfangen sollten zu kämpfen. Prompt wurden die erkämpften Bälle in einfache Tore durch Schwenger und Dobritz umgewandelt. In der 52. Minute verkürzte der HSV auf 19:20. Endlich lief es für die Zerbster. In der 54. Minute die erste Führung zum 22:21 für den HSV.

Bis zur letzten Minute gaben beide Mannschaften alles. 40 Sekunden vor Schluss lag der HSV wieder mit 23:24 hinten. Jonas Hohmann traf zehn Sekunden vor Schluss zum ersehnten Ausgleich. Der Punkt würde zur Meisterrunde reichen.

Radis führte noch schnell einen Angriff aus, den der HSV unterbrach. Den fälligen Freiwurf führten die Gastgeber aber nicht wie im Regelwerk stehend bei neun Metern aus, sondern vor den Augen des Schiedsrichters Peter Rauchfuß bei acht Metern. Der HSV war natürlich sehr überrascht von der nicht regulären Ausführung des Freiwurfes, aber die Schiedsrichter gaben den Treffer.

Somit verlor der HSV unglücklich mit der Schluss-Sirene und einem ausbleibenden Pfiff das Spiel und somit die Teilnahme an der Meisterrunde. "Für die Unterstützung in der doch sehr kurzen Saison durch die vielen Zuschauer und den Fanclub des HSV bedankt sich die Mannschaft recht herzlich", so Natho.

HSV 2000 Zerbst: Engler - Geilich, Rummel, Krümmling (3), Schwenger (1), Miotke (1), Hohmann (6), Franz (1), Dobritz (5), Ille, Kieler (1), Tiepelmann (1), Natho (5/2).