Oranienbaum (sza) l Erst hatte Fußball-Kreisligist FSG Vorfläming II über lange Strecken kein Glück und dann kam auch noch Pech hinzu. Nachdem die Zweite der FSG Vorfläming seit schier unzähligen Spieltagen einem Erfolg und damit drei Punkten hinterherläuft, musste sie nun zum Kellerduell bei der SG Oranienbaum/Wörlitz auch noch ohne Trainer Helmut Rudolf antreten, der grippebedingt das Bett hüten musste. Dennoch erreichte sie nach dem 2:1 (1:1) endlich den ersehnten Dreier.

Kapitän Kees de Vries, selbst erkältungsbedingt angeschlagen und damit auf der Bank, übernahm Rudolfs Rolle und schwor das Team in der Kabine auf die Bedeutung der Partie ein. Die Worte von de Vries verfehlten ihr Ziel nicht. Angetrieben von Mittelfeldmotor und Routinier Christian Friedrich spielte die FSG von Beginn an auf Sieg. Eingeleitet über Steffen Fräßdorf auf der rechten Außenbahn war es Christian Friedrich, der die Eingabe von Tobias Lehnert aufnahm und den Ball von der Strafraumgrenze im rechten unteren Tor- eck versenkte.

Dieses frühe Tor in der siebten Minute gab der FSG-Elf zusätzlichen Auftrieb. Plötzlich lief das Spiel. Aus einer sicheren Abwehr, von Sebastian Reich und Kay Borgsdorf souverän organisiert, erarbeitete sich die Rudolf-Truppe zahlreiche Tormöglichkeiten.

Und immer wieder das alte Leid. Reihenweise vergaben die FSG-Kicker die Chance auf die Führung. Geradezu symptomatisch für den Spielverlauf der FSG war, dass sie auch in Wörlitz in der 44. Minute in Folge eines unnötigen Eckballs das 1:1 hinnehmen musste.

In Hälfte zwei sollte es, Spielstand und Tabellensituation beider Teams ließ es vermuten, für Schiedsrichter Frank Sanetra ordentlich Arbeit geben. Mit der durchaus härteren Gangart beider Mannschaften hatte der Spielleiter keine Pro- bleme und lieferte jederzeit eine überzeugende Leistung ab.

Mustergültig in Szene gesetzt von Ch. Friedrich hatte Lehnert in der 60. Minute die wohl größte Chance des Spiels. Völlig frei auf den Gästetorhüter zulaufend vergab er kläglich. Nach einem Freistoß, wiederum getreten von Ch. Friedrich, machte es Lehnert besser und erzielte per Kopf die 2:1-Führung (59.).

Bis zum Schlusspfiff von Sanetra musste die FSG zittern, konnte am Ende aber den durchaus verdienten Sieg und endlich wieder einmal drei Punkte festhalten.

Die wohl größte Belohnung für ihre Mühen erhielten die Spieler jedoch in der Kabine. Trainer Helmut Rudolf ließ nach der frohen Botschaft von drei Punkten am Telefon wissen: "Jetzt geht es mir schon besser!"