Burg (hjs) l Der Abschluss-Spieltag der Volleyball-Landesklasse Nord fand in diesem Jahr in Burg statt. Vor leider nur wenigen Zuschauern stand die Begegnung zwischen den Volleyballern der SG 1990 Lindau und des Burger VC 99 III besonders im Blickpunkt.

Für Niederlage revanchiert

Die Lindauer mussten unbedingt gewinnen, um noch Chancen auf den Staffelsieg und somit den angestrebten Aufstieg zu haben. Mit 3:1 nach Sätzen revanchierten sich die Lindauer für die Niederlage am vorletzten Spieltag. Durch diesen und den Sieg gegen den Genthiner VV 95 III konnten die Männer um Spielertrainer Guido Müller den Meisterpokal in Empfang nehmen.

Die Lindauer fuhren mit gemischten Gefühlen nach Burg. Um die Sportfreunde Magdeburg noch von der Tabellenspitze zu verdrängen, mussten beide Spiele gegen Burg und Genthin gewonnen werden. Mit dem besten zur Verfügung stehenden Aufgebot reiste die SG nach Burg. An ihrer Seite die Lindauer "Volleyball-Urgesteine" Achim Wuttig und Gerald Lehmann.

Gleich die erste Partie gegen die Burger wurde das erwartet schwere Spiel. Im ersten Satz lagen die Lindauer von Anfang an hinten. Mit einer guten Block- arbeit (Bauer) und konzentriert geschlagenen Angriffen (Lindauer, Wuttig) hielten sie das Spiel lange offen. Der Satz ging jedoch mit 20:25 verloren.

Die folgenden drei Sätze gingen die Burgstädter mit viel Selbstvertrauen und Einsatz an. Auffallend bei den Burgern, dass sie die sehr gut geschlagenen, stark flatternden Aufgaben von Toni Polaczek nur schwer annehmen konnten. Im Angriff holte Florian Lindauer, der wohl beste Angreifer der Liga, mit viel Wucht und Auge die Punkte. "Er ist enorm wichtig für uns", lobte Trainer Müller seinen Hauptangreifer.

Nach dem dritten Satz spürten alle Lindauer, dass es mit dem Sieg klappen könnte. Von der Bank wurde enorm Stimmung gemacht (Elmenthaler, Franke). Das spornte an, brachte noch einmal einen zusätzlichen Schub ins eigene Spiel. Lindau siegte mit der besseren Tagesform und dem größeren Siegeswillen mit 3:1.

Im zweiten Spiel ging es gegen den jungen Sechser des Genthiner VV. Nun galt es, mit einem Sieg den Staffelsieg perfekt zu machen. Wieder ging der erste Satz an den Gegner. Nach der Verletzung von Zuspieler Müller übernahm Tobias Bombach diese Position. So richtig lief das Spiel nicht. Der erste Satz ging 24:26 verloren.

Aufstiegsrecht in Landesliga

Dann kamen die Lindauer besser ins Spiel. Noel Franke dirigierte und mit viel Einsatz und klugen Bällen. So wurde das Spiel zum am Ende deutlichen 3:1-Satzsieg gedreht.

Nach sechs Jahren schafften die Lindauer trotz der personellen Probleme unmittelbar vor der Saison, trotz der anfangs fehlenden Trainings-Möglichkeiten und trotz häufiger personeller Ausfälle, doch den Staffelsieg und das Aufstiegsrecht in die Landesliga.