Ein gelungener Samstag liegt hinter den Fußballteams des TSV Rot-Weiß Zerbst und des SC Nedlitz, denn beide konnten Siege einfahren.

Nedlitz/Zerbst l Es ist doch immer wieder sensationell, mit welcher Aufstellung die Nedlitzer Jungs Siege einfahren. Am Samstag sah es personell wieder düster aus, denn Trainer Helmut Friedrich hatte zwölf Spieler dabei. Auf der Bank saß "Oldie" Roger Alarich. Mit einer geschlossenen Mannschafts-Leistung wurden dennoch die Punkte nach dem 2:1 (0:1)-Erfolg von der Landesliga-Reserve des SV Fortuna entführt.

"Ich hatte mit einem Sieg nicht gerechnet", gab Friedrich zu. "Es war ein faires Spiel. Es gab Phasen, wo jede Mannschaft noch Chancen hatte. Aber am Ende geht der Sieg für uns in Ordnung."

"Oldstar" Dirk Hannemann, früherer FCM-Akteur, brachte Zukunft in der 32. Minute in Führung. "Mit ihm hatten wir so unsere Probleme", sagte Friedrich. "Zuerst hat er in der Verteidigung gespielt, dann war er als Läufer aktiv. In dieser Phase hatte Zukunft auch leichte Vorteile."

Die Partie war in der zweiten Halbzeit ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten. Eine nutzte Florian Lehmann und glich zum 1:1 aus (47.). "Wir hatten noch mehr Gelegenheiten. Einmal haben wir dreimal auf das SV-Tor geschossen, doch die vielbeinige Abwehr hat den Treffer verhindert", so Friedrich, der anmerkte, dass die Heimelf ebenfalls so eine Chance hatte.

Am Ende wurde die kämpferische Leistung der Nedlitzer belohnt. Kevin Nitschke traf in der 74. Minute zum 2:1. "Die Jungs lagen sich nach dem Spiel in den Armen und haben sich sehr gefreut", so Friedrich.

Auch die Zerbster mussten im Heimspiel gegen den SSV Besiegdas lange um den 1:0-Sieg bangen. "Der Erfolg war verdient, aber hart erkämpft", sagte Trainer Torsten Marks. "Es war ein schwieriger und abgezockter Gegner, der seine Defensive in den Vordergrund gestellt hatte", fügte er an. Diese hielt bis zur 72. Minute stand. Dann erlöste Johannes Tiede seine Jungs mit einem platzierten Kopfball. Der sehr gut haltende SSV-Keeper Christoph Moser war ohne Chance.

"Bis zum 16er haben wir gut gespielt, doch der entscheidende Ball in die Spitze fehlte. Wir waren zu unkonzentriert beim Abschluss oder Moser war zur Stelle", fasste es Marks zusammen. "Das Spiel war sehr einseitig, aber wir hatten auch zweimal viel Glück, als ein Ball der Gäste am Pfosten landete oder Mehnert diesen nur knapp am Tor vorbeischoss", sagte der Zerbster Coach, der bilanzierte: "Der Dreier war hoch verdient."

Berichte folgen.

SC Nedlitz: Hoffmann - Alarich, Ritze, Juskowiak, Scheil, Hahn, Schmidt, Fambach, Sanftenberg, Nitschke, Lehmann.

SR: Thomas Krugel (Haldensleben), Heiko Schulze, Bernd Scheer. ZS: 13

Rot-Weiß Zerbst: Werner - Florian Sens, Fischer (65. Syring), Wollgast, Daniel Ernst, Hagen Ernst, Kosel (70. Lukan), Otto Möbius, Gieseler, Tiede, Böning (58. Patrick Möbius).

SR: Christopher Bethke (Blau-Weiß Gerwisch), Yves Jeschek, Marco Breuer. ZS: 30.