Dessau (hru/sza) l "Die Mannschaft bringt sich durch Nachlässigkeiten im Abwehrverhalten und im Spiel nach vorn wieder um den Lohn", schüttelte der Trainer des Kreisligisten FSG Vorfläming II, Helmut Rudolf, den Kopf. Sein Team unterlag dem Tabellendritten Blau-Weiß Dessau 0:3 (0:1).

Schiedsrichter Bernd Wandrey (DSV 97) zeichnete sich zum Frust der Blau-Weißen als sehr neutraler und regelkundiger Referee aus und entsprach in keiner Weise den Vorstellungen der Gastgeber.

Das Spiel begann sehr lebhaft auf beiden Seiten. Der Gastgeber merkte sehr schnell, dass er diesmal kein leichtes Spiel haben wird. Die FSG spielte gut mit und hatte in der ersten Hälfte die besseren Torgelegenheiten, die sie, wie so oft, ungenutzt liegen ließ.

So in der 14. Minute, als Eric Metzker überhastet abschloss. In der 21. Minute fischte der Torhüter einen flach getretenen Freistoß von Christian Friedrich aus der linken unteren Ecke. Eine Minute später hatte Friedrich Pech. Sein Schuss strich knapp am rechten Pfosten vorbei.

Bei einem Freistoß für den Gastgeber nutzte Kunze eine Unaufmerksamkeit in der Mauer. Ein Spieler öffnete sie und genau dahinein jagte er den Ball, unhaltbar für Hinz, zum 1:0 (28.). Schon in der Entstehung ein vermeidbarer Treffer.

Es war die einzige Tormöglichkeit für den Gastgeber in Hälfte eins. Die FSG hielt das Tempo weiter hoch. Es war zu spüren, hier geht etwas, wenn man zum Torerfolg kommt, der leider ausblieb. Der Gastgeber versuchte mit seinem körperbetonten Spiel den Rhythmus der FSG zu zerstören.

In der zweiten Halbzeit steigerte sich diese Spielweise und Wandrey bekam ordentlich zu tun. Leider verschlief die FSG den Auftakt völlig. Kunze lief aus der eigenen Hälfte heraus bis in den Strafraum und vollendete dann völlig unbedrängt zum 2:0 (50.). Keiner fühlte sich für diesen Spieler zuständig.

Trotzdem spielte die FSG weiter nach vorn und suchte den Erfolg. Sichtlich überrascht von der starken Gegenwehr brachte die Heimelf noch mehr Härte ins Spiel und beeindruckte damit die körperlich unterlegenen FSG-Spieler.

In der 58. Minute hatte Metzker den Anschlusstreffer auf dem Fuß. Sein nicht platziert genug getretener Ball landete in den Händen des Torhüters. Dann versuchte es Felix Häntze. Auch da blieb der Torhüter der Sieger (60.). In der 72. Minute jagte Jonas Rudolf den Ball über den Kasten. Aus der Vielzahl der Ecken konnte ebenfalls kein Kapital geschlagen werden.

In der 77. Minute kam es zu einer Tätlichkeit. Kieslich versetzte Sebastian Zähle einen Faustschlag ins Gesicht und bekam dafür Rot, was die Blau-Weißen nicht akzeptieren wollten.

"Eigentlich hätte hier der Schiri noch zwei Spieler hinterherschicken müssen, da sie ihn ebenfalls tätlich angriffen und anbrüllten. Er beließ es bei beruhigenden Worten", erzählte der Trainer.

In der Folge gab es noch mehrere rüde Fouls. Friedrich wurde in der 80. Minute zu Boden gerissen und getreten, was ebenfalls mit Rot hätte bestraft werden müssen. So geriet das Spiel völlig aus dem Rahmen.

In der 87. Minute dann der nächste Aussetzer. Auf der rechten Seite ließ man Albert ungehindert durchlaufen. Sein Schuss ging durch den Tunnel von Hinz. Der im Spielbericht angegebene Torschütze Nebelung hatte mit dieser Aktion überhaupt nichts zu tun.

"Wie schon in den Spielen gegen Grün-Weiß Dessau und gegen Roßlau war hier ebenfalls mehr drin. Leider standen wir am Ende wieder mit leeren Händen da", so Rudolf, der nun hofft, dass seine Jungs im Heimspiel am Samstag gegen Blau-Weiß Klieken II wieder erfolgreich sind.

FSG Vorfläming II: Hinz - Zähle (77. S.-B. Friedrich), Reich, Gube, Häntze, Ch. Friedrich, Sohn, Rudolf, Fräßdorf, Metzker.

SR: Bernd Wandrey (DSV 97). ZS: 11.