Im Spitzenspiel der Bezirksliga Anhalt trafen am Samstag in der Zerbster Fuhrstraße die Herren des TV "Gut Heil" Zerbst und die zweite Vertretung des SV Zörbig aufeinander. Die Zerbster setzten sich 72:60 durch.

Zerbst l Die Ausgangssituation vor dem Spiel konnte spannender eigentlich nicht sein. Tabellenführer Zörbig benötigte einen Sieg in Zerbst, um den Staffelsieg und die Aufstiegsberechtigung in die Landesliga perfekt zu machen. Die einzige Mannschaft, die daran noch etwas ändern konnte, war der gastgebende Tabellenzweite aus Zerbst.

"Gut Heil" musste aus verschiedenen Gründen auf einige Stammspieler wie Tauber, Friedrich, Sen und Topscorer Straube verzichten, hatte aber trotzdem neun hochmotivierte und kampfbereite Spieler auf dem Parkett. Und genau diese Entschlossenheit bekamen die Zörbiger gleich im ersten Viertel zu spüren. Sven Hagemann eröffnete mit einem Dreier, Zerbst führte bereits mit 7:0, ehe die Gäste nach fast vier Minuten ihren ersten Korb erzielten.

In den ersten zehn Minuten hatte "Gut Heil" den Spitzenreiter mit 19:8 Punkten förmlich von Platz gefegt.

Doch so etwas hat im Basketball nicht viel zu bedeuten. Die Zerbster taten gut da- ran, die Spannung zu halten, denn Zörbig kam jetzt besser ins Match. Es war am Ende die Überlegenheit unter den Brettern, die den Siegpfeil in die "Gut Heil"-Richtung fliegen ließ. Der Halbzeitstand von 41:24 für Zerbst stimmte zwar optimistisch, gewonnen hatten sie damit aber noch lange nicht.

Mit fortschreitender Spielzeit gingen Präzision und Konzentration immer weiter zurück. Zerbst musste häufiger wechseln, was zwar frische Kräfte brachte, häufig aber auch eine Unterbrechung des Spielflusses bedeutet. Zum Glück war an diesem Tag aber auf die Leistungsträger Rückert, Schneider und vor allem Hagemann Verlass. Sie allein hielten ihr Team in einem schwachen dritten Viertel im Spiel.

Da sollte doch mehr Unterstützung von der Bank kommen. Und die kam auch in Gestalt des A-Jugendlichen Eduard Zeitler. Er setzte aus Nahdistanz gleich drei Treffer in Folge und schraubte damit den Vorsprung auf beruhigende 22 Punkte (61:39) bei weniger als noch neun Minuten.

23 Punkte von Hagemann

Jetzt konnte auch der letzte Pessimist an den erhofften Sieg glauben. Zörbig setzte in der Schlussphase noch einmal alles auf eine Karte, erhöhte den Druck auf stark nachlassende Gastgeber und kam auch noch einmal etwas auf. Aber als der beste Zerbster Schütze an diesem Nachmittag, Sven Hagemann (23 Punkte), mit seinem dritten Dreier in der 39. Minute zum 72:55 vollendete, war der Kuchen endgültig gegessen.

Zörbig bleibt trotz der Niederlage an der Tabellenspitze mit zwei Punkten vor Zerbst, hat aber die Saison abgeschlossen. Zerbst hingegen hat noch drei Nachholspiele zu bestreiten. Dabei genügt ein Sieg, um Zörbig zu verdrängen und selbst den Staffelsieg einzufahren. Das sollte doch wohl gelingen?