Am Ostermontag trafen die beiden Landesklasse-Vertreter des SC Vorfläming Nedlitz und des ESV Lok Dessau im Halbfinale um den "Köthener Brauerei-Cup" aufeinander. Der Pokalverteidiger aus Nedlitz setzte sich klar 3:0 (1:0) durch.

Nedlitz l Schon in der Saison 2013/14 trafen beide Teams aufeinander. Damals entschied ein Elfmeterschießen zugunsten der SC-Kicker. Ein erneutes Schießen vom Punkt wollten die Nedlitzer auf jeden Fall vermeiden. Dieses Vorhaben setzten sie mit einem verdienten 3:0-Sieg in der regulären Spielzeit um.

Die Lok-Elf war dem SC als spielstarke Elf in Erinnerung. Pokalspiele haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze. So waren die Chancen 50:50. Beide Mannschaften wollten ins Endspiel. Der Gegner stand bereits mit Rot-Weiß Zerbst fest.

Nach kurzer Abtastphase übernahm die Heimelf das Geschehen. Die erste gute Einschuss-Chance hatte Nedlitz in der dritten Minute. Nach einem Freistoß von David Ritze stieg Christian Schmidt zum Kopfball hoch und verfehlte knapp das Lok-Gehäuse.

Das Geschehen spielte sich vorwiegend im Mittelfeld ab. Nach einem Eckball von Eduard Hahn schraubte sich Marcel Kilz am höchsten, doch sein Kopfball wehrte ein Lok-Verteidiger im letzten Moment zur Ecke ab (8.).

Die Lok-Spieler suchten immer wieder ihre Anspielstationen Stephan Schulze und Daniel Baßin, doch die waren bei Heiko Juskowiak und Florian Lehmann in guten Händen.

Mit zunehmender Spieldauer kontrollierten die Nedlitzer eindeutig das Geschehen. Die erste gut herausgespielte Torchance nutzte der SC zur 1:0-Führung (21.). Nachdem Maik Fambach Lehmann herrlich freispielte, sah Lehmann den freistehenden Eduard Hahn, der Torwart Dominik Deistler keine Abwehrchance ließ.

Die Nedlitzer verschärften nochmals das Tempo. Doch die Angriffe waren zu durchsichtig. Die erste Chance hatte Lok in der 27. Minute, als Kai Siebert allein auf SC-Keeper Marcus Hoffmann zusteuerte, ihn aber nicht überwinden konnte.

Nach einer Hahn-Flanke kam Schmidt in Ballbesitz und köpfte nur knapp neben das Lok-Gehäuse (40.).

Nach dem Wechsel stellte Lok-Trainer Steffen Scherz auf einigen Positionen um. Die Nedlitzer hatten eine kurze Phase, wo sie nicht mehr so dominierten. Doch die hielt nicht lange. Die Lok-Elf lockerte ihre Abwehr. Dadurch hatten die Nedlitzer mehr Räume zum Kontern. Der eingewechselte Kevin Göritz wurde von Ron Scheil herrlich in Szene gesetzt. Er schloss einen Alleingang zum 2:0 ab (66.).

Obwohl die Gäste um eine Resultatsverbesserung bemüht waren, hatte der SC das Geschehen stets unter Kontrolle. Die Gäste hatten keine weitere Chance zu verzeichnen. Die nächste klare Möglichkeit hatte erneut Göritz. Dieses Mal zischte die Kugel knapp über das Deistler-Tor (85.).

Obwohl das Spiel schon entschieden war, tauchte wiede- rum Göritz vor Deistler auf und ließ ihm zum 3:0-Endstand keine Abwehrchance (90.).

Zerbst als Endspiel-Gegner

Mit diesem auch in der Höhe verdienten Sieg stehen die Nedlitzer als Pokalverteidiger im Endspiel. Nach dem Abpfiff des souverän leitenden Schiedsrichters Torsten Hüttig (Dessau) feierten die SC-Kicker ausgiebig den Final-Einzug. Erneut heißt der Endspiel-Gegner Rot-Weiß Zerbst.

Am Samstag geht es im Punktspielbetrieb weiter. Dann haben die Nedlitzer die Elf von Blau-Weiß Neuenhofe zu Gast und wollen versuchen, die Punkte in Nedlitz zu behalten.

SC Nedlitz: Hoffmann - Alarich (85. Milushev), Ritze, Juskowiak, Scheil, Hahn, Schmidt, Lehmann (60. Göritz), Fambach (72. Specht), Kilz und Nitschke.

SR: Torsten Hüttig (Dessau). ZS: 86.