In der Landesklasse 2 steht heute der 22. Spieltag an. Nach dem Einzug in das Pokalfinale haben die Nedlitzer und die Zerbster Kicker unterschiedliche Aufgaben zu lösen.

Nedlitz/Zerbst l Der Pokalverteidiger aus Nedlitz, der mit einem 3:0-Sieg über Lok Dessau erneut im Finale steht, hat heute eine schwere Heimaufgabe zu lösen. Die Vorfläming-Elf, derzeit mit 37 Punkten Tabellenfünfter, empfängt Verfolger Blau-Weiß Neuenhofe (6., 30Punkte) und will seine kleine Siegesserie fortsetzen.

Trainer Helmut Friedrich muss heute auf seinen zweifachen Torschützen im Pokalspiel, Kevin Göritz, verzichten. Er hat sich bei der Arbeit an der Hand verletzt. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Nikolai Kuklin. Sonst sind alle Spieler an Deck.

"Zu Hause wollen wir gewinnen und die 40 Punkte erreichen. Dann haben wir unser Saisonziel, den Klassenerhalt, sicher erreicht", sagte Friedrich, der anfügte: "Nach dem 1:1 im Hinspiel wollen wir auf dem Heimplatz einen vollen Erfolg verbuchen."

Die Nedlitzer wären dann im vierten Spiel in Folge ungeschlagen. Die Gäste werden aber auch mit vollem Einsatz agieren, denn sie unterlagen zuletzt daheim gegen Schlusslicht Gnadau und wollen sich sicher noch für die verlorenen zwei Zähler aus dem Hinspiel revanchieren.

Auf die Zerbster vom TSV Rot-Weiß wartet zumindest von der Papierform her eine lösbare Aufgabe. Beim Schlusslicht in Gnadau will der Tabellenvierte (40 Punkte) ebenfalls seine kleine Serie mit dem fünften Sieg im fünften Spiel fortsetzen. "Wir wollen uns auf keinen Fall eine Blöße geben. Im Gegenteil, wir wollen den Schwung aus dem Pokalspiel - Zerbst gewann bei Grün-Weiß Dessau 5:0 - mitnehmen", gab TSV-Trainer Torsten Marks klar die Marschrichtung vor.

Personell sieht es nach der Genesung von Bastian Wiegelmann wieder entspannter aus. "Da gibt es keine Ausreden. Die Breite des Kaders ist absolut okay. Dass wir die Ausfälle kompensieren können, haben wir gezeigt", so Marks, der heute noch auf Sebastian und Christopher Sens verzichten muss. Beide haben schon mittrainiert und können in kurzer Zeit wieder eingreifen. Stefan Kunitschke laboriert mit Sprunggelenk-Problemen. Sonst sind alle fit.

"Gnadau ist ein Gegner, den wir schlagen müssen und auch wollen", so der Coach, der auch weiß, dass das kein Spaziergang wird. "Dass es auf dem engen Platz nicht einfach wird, haben wir ja dort schon erlebt. Gnadau wird alles reinhauen, um dem Abstieg noch zu entkommen. Aber grundlos stehen sie sicher auch nicht da ganz unten."

Mit Sicherheit wollen sich die Salzlandstädter auch für die deftige 9:1-Packung aus dem Hinspiel revanchieren. Ob ihnen das allerdings gelingt, wird sich zeigen.

Das Spitzentrio der Liga hat lösbare Auswärts-Aufgaben. Die schwerste hat der Dritte, Medzin Magdeburg, zu lösen, der im Ortsderby beim Siebten, SSV Besiegdas, antreten muss.

Spitzenreiter Kleinmüh- lingen/Zens und Verfolger Germania Olvenstedt sollten mit Gommern (15.) bzw. Zukunft (11.) keine größeren Probleme bekommen.

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