In der Fußball-Landesklasse 2 konnten die Nedlitzer Vorfläming-Kicker und die des TSV Rot-Weiß Zerbst ihre Siegesserie fortsetzen. Nedlitz besiegte Neuenhofe knapp 1:0. Zerbst gelang ein 4:2-Sieg bei Schlusslicht Gnadau.

Nedlitz/Zerbst l Das Spitzen- trio der Liga, Kleinmühlingen/Zens, Germania Olvenstedt und der HSV Medizin Magdeburg, erledigte seine Aufgaben souverän.

SC Vorfläming Nedlitz - Blau-Weiß Neuenhofe 1:0 (0:0). Auch die Nedlitzer bleiben weiter in der Erfolgsspur. Die 39 Zuschauer mussten jedoch bis zur 78. Minute warten, ehe der Sieg feststand. Der kurz zuvor eingewechselte Michael Specht traf nach schönem Spielzug. "Eigentlich war es ein typisches 0:0-Spiel", sagte SC-Trainer Helmut Friedrich. "Es war klar, wer das erste Tor schießt, der gewinnt."

Und so war es auch. Die Begegnung, die voll auf Augenhöhe verlief, war sehr kampfbetont, aber nicht unfair. Obwohl die Heimelf am Ende über den nächsten Dreier jubeln konnte, gab es zwei Wermutstropfen. Zuerst verletzte sich Daniel Pilatzek, der für Marcel Kilz eingewechselt wurde. Er war gerade neun Minuten auf dem Feld, da fiel er unglücklich auf das Knie und musste wieder runter. Dann erwischte es auch noch Kevin Nitschke, der heute zu Dr. Holger Rommel muss und hofft, dass es nichts Schlimmeres ist.

"Wir haben nun 40 Punkte und unser Saisonziel, den Klassenerhalt, erreicht. Schade sind die Verletzungen der zwei Spieler und dass am Samstag, wenn wir in Zerbst spielen müssen, zwei Spieler ihre fünfte Gelbe Karte absitzen müssen", so Friedrich, der gleich vorausschaute.

SG Gnadau - TSV Rot-Weiß Zerbst 2:4 (1:1). Auch in Gnadau gab es ein "komplett enges Spiel" zu sehen, berichtete TSV-Trainer Torsten Marks, der vor allem die Einstellung seiner Mannschaft hervor hob. "In der letzten Zeit hatte ich die Einstellung kritisiert. Dieses Mal hat die Mannschaft das prima gemacht. Sie hat den Kampf angenommen und richtig gut gegen gehalten", lobte er.

Patrick Möbius brachte die Zerbster in der 33. Minute mit 1:0 in Front. Doch Marcel Könning glich nur sechs Minuten später zum 1:1 aus (39.).

Nach der Pause gingen die Rot-Weißen wieder in Führung. Dieses 2:1 entstand nach einem Eigentor von Könning in der 47. Minute.

Die Gnadauer gaben nie auf und kamen durch Thomas Frauendorf erneut zum Ausgleich (62.). "Es war ein Spiel auf Augenhöhe", so Torsten Marks, der anfügte: "Es gab viele Momente, wo beide Mannschaften am Drücker waren."

Doch die Zerbster drückten den Tick mehr und kamen so durch Bastian Wiegelmann zum 3:2 (79.). Den Schlusspunkt setzte Steve Wollgast, der in der 88. Minute per Sonntagsschuss genau in den Winkel des von Julian Kerzel gehüteten Tores den 4:2-Endstand markierte.

"Das war das i-Tüpfelchen auf einen am Ende verdienten Erfolg", freute sich Marks für seine Truppe.

Am kommenden Samstag kommt es im Zerbster Jahnstadion zum ewig jungen Derby zwischen Zerbst und Nedlitz. Im Verfolger-Duell erwartet Marks ebenso ein Spiel auf Augenhöhe.

Nedlitz: Hoffmann - Ritze, Scheil, Alarich, Juskowiak, Schmidt, Lehmann, Nitschke, Fambach, Hahn, Kilz (65., Pilatzek, Specht, 74.).

SR: Franz Julius Deelmann (BSV 79 Magdeburg), Martin Seidl, Sven Schneege. ZS: 39.

Zerbst: Werner - Hagen Ernst, (65. Wollgast), Fischer, Florian Sens, Daniel Ernst, Tiede, Patrick Möbius (55., Böning), Gieseler, Syring, Otto Möbius (53. Wiegelmann), Lukan. SR: Josefin Reinsch (Magdeburger FFC), Frank-Detlef Stietzel, Julien-Rene Franke. ZS: 43.