Gnadau l Die Zerbster Landesklasse-Kicker des TSV Rot-Weiß landeten am Samstag beim Schlusslicht Gnadau den nächsten Sieg. Sie gewannen verdient 4:2 (1:1).

"Es war ein Kampfspiel, in dem die Gnadauer alles investiert und gezeigt hatten, dass sie voll im Abstiegskampf stehen", sagte TSV-Trainer Torsten Marks. "Wir konnten das Spiel dann hintenraus für uns entscheiden, da wir den längeren Atem hatten. Es hätte aber auch in die andere Richtung gehen können."

Die Partie startete kampfbetont. Beide Teams schenkten sich nichts. Zunächst gingen die Gäste in der 33. Minute mit 1:0 in Führung. Nach einem schönen Spielzug über die linke Seite schloss Patrick Möbius, wenn auch etwas glücklich, zum 1:0 ab.

Der 1:1-Ausgleich folgte in der 39. Minute. Nach einem Fehler in der Zerbster Hintermannschaft war Marcel Könning einfach einen Schritt schneller und entschlossener und steuerte allein auf TSV-Keeper Ricardo Werner zu und ließ ihm keine Abwehrchance.

In der Pause schwor Marks seine Truppe noch einmal ein. Dies fruchtete. Erneut konnten die Gäste in Front gehen. Dieses Mal durch ein Eigentor. Nach einer Ecke von P. Möbius verlängerte ein Gnadauer und die Kugel landete genau auf dem Kopf von Könning, der unglücklich ins eigene Gehäuse köpfte (47.).

In der 62. Minute kamen die Gnadauer wieder zum Ausgleich. Erneut begünstigte ein Fehler der Zerbster diesen Treffer. Thomas Frauendorf ließ die TSV-Abwehr alt aussehen, umkurvte noch Werner und netzte ein - 2:2.

"Es war wirklich eine Partie auf Augenhöhe. Dass hier der Vierte gegen den Letzten spielt, war nicht zu sehen", bestätigte Marks, der in der 65. Minute Hagen Ernst aufgrund seiner Gelben Karte auswechselte und für ihn Steve Wollgast brachte, was sich später noch auszahlen sollte.

Das Geschehen wogte hin und her. Der schnelle Bastian Wiegelmann war es, der in der 79. Minute das 3:2 erzielte. Er wurde mit einem Traumpass von Max Syring bedient.

Die Gnadauer kämpften zwar, doch die Zerbster ließen nun nichts mehr anbrennen. Und dann war ja da noch der eingewechselte Steve Wollgast, der mit einem Sonntagsschuss direkt in die Torecke den 4:2-Auswärtssieg perfekt machte.

"Das war ein 20 Meter-Knaller wie von Kehl beim Dortmund-Spiel", freute sich Marks, der voll des Lobes war: "Die Mannschaft hat mit Willen gewonnen. Es war ein interessantes Spiel, das für mich sehr positiv war. Die Jungs haben mal richtig Biss gezeigt und ich habe gesehen, dass sie auch mal schmutzig Fußball spielen können. Das war Fußball arbeiten. Das haben wir getan und waren erfolgreich."

Zerbst: Werner - Hagen Ernst, (65. Wollgast), Fischer, Florian Sens, Daniel Ernst, Tiede, Patrick Möbius (55., Böning), Gieseler, Syring, Otto Möbius (53. Wiegelmann), Lukan.

SR: Josefin Reinsch (Magdeburger FFC), Frank-Detlef Stietzel, Julien-Rene Franke.

ZS: 43.