Der 23. Spieltag in der Landesklasse 2 hält ein interessantes Verfolger-Derby bereit. Um 15 Uhr erwartet der Tabellenvierte vom TSV Rot-Weiß Zerbst den Fünften, den SC Vorfläming Nedlitz.

Zerbst/Nedlitz l Beide Mannschaften sind heiß auf dieses Derby, das sicher einiges zu bieten hat. Die Ausgangslage kann spannender nicht sein, denn beide stehen in der Tabelle auf den Rängen vier (Zerbst) und fünf (Nedlitz) und beide trennen nur drei Punkte.

Die Gastgeber aus Zerbst wollen zu Hause einen Sieg einfahren. Das gab auch Trainer Torsten Marks klar als Ziel vor: "Mit einem Derbysieg zu Hause wollen wir uns auch in der Tabelle etwas von den Nedlitzern absetzen", sagte er. Er weiß aber auch, dass dies kein Spaziergang werden wird. "Die Nedlitzer haben nichts zu verlieren. Sie haben bisher eine super Saison gespielt und kommen hier nicht her, um uns einen Sieg zu schenken."

Der Coach hat heute den gleichen Kader wie in der Vorwoche in Gnadau zur Verfügung. Da haben seine Jungs eine kämpferische, engagierte Leistung gezeigt und verdient 4:2 gewonnen. Genau so eine Leistung möchte er heute wieder sehen. "Ich hoffe, dass die Jungs heute diese Leidenschaft noch einmal an den Tag legen können. Ich erwarte ein hochinteressantes Spiel auf Augenhöhe und wünsche mir ein faires Derby."

Es fehlen Christopher und Sebastian Sens, Stefan Kunitschke, Marcel Reichhardt (alle verletzt) und Konstantin Wachtel (Arbeit).

Marks verriet auch, dass endlich auf dem Rasenplatz gespielt werden kann. Er selbst war gerade dabei, den Rasen zu walzen. "Wir tun alles, um den Platz optimal vorzubereiten", sagte er. Unter der Woche wurde dort bereits trainiert und es gab einige Unebenheiten. "Da muss mit mehr Konzentration gespielt werden", ließ der Dannigkower verlauten.

Im Nedlitzer Lager sieht es personell ziemlich mau aus. Christian Schmidt und Marcel Kilz müssen ihre fünfte Gelbe Karte absitzen. Kevin Nitschke und Daniel Pilatzek hatten sich im Spiel gegen Neuenhofe verletzt und warten auf einen MRT-Termin. Trainer Helmut Friedrich hofft, dass "nicht noch weitere Absagen hinzukommen".

Trotz der Misere war der Zerbster optimistisch: "Wir müssen da jetzt durch und jammern hilft nicht. Die elf, die spielen, müssen und werden alles geben, um erfolgreich zu sein."

In Bezug auf die aktuelle Tabellensituation meinte der Trainer: "Dass wir die 40 Punkte haben, war erstmal sehr wichtig für uns. Wir sind damit aus dem Schneider. Alles, was jetzt noch kommt, ist eine Zugabe. Trotzdem wollen wir unseren fünften Tabellenplatz halten."

Das Hinspiel gewann Zerbst mit 4:1. Schiedsrichter Stefan Dehmel vom SV Union Heyrothsberge wird die Partie heute leiten. Ihm assistieren Konrad Tietz und Normann Schulz.

Für beide Trainer hat das heutige Derby in Hinblick auf das bevorstehende Pokalfinale am 20. Juni keine Bedeutung. "Es ist für uns heute ein Gegner wie jeder andere", so Friedrich, der anfügte: "Ein Pokalfinale ist etwas ganz anderes."

Diese Meinung hat Marks auch: "Das ist nicht zu vergleichen. Ein Pokalspiel ist ein Spiel, wo man alles raushauen muss. Das hat einen völlig anderen Charakter. Da gibt es nur einen Sieger und einen Verlierer."

Ein echtes Spitzenspiel gibt es heute nicht. Interessant sollte die Partie zwischen dem Zweiten, Germania Olvenstedt, und dem Sechsten, TuS Magdeburg-Neustadt, sein. Ligaprimus Kleinmühlingen (in Güsen, 9.) und der Dritte, HSV Medizin (gegen Schlusslicht Gnadau), haben lösbare Aufgaben vor sich.