Obwohl die ASG Vorwärts Dessau II nur mit zehn Mann anreiste, überzeugte Kreisligist FSG Vorfläming II mit einer sehr guten Leistung, besonders in der ersten Hälfte und gewann verdient mit 12:1 (7:0).

Garitz (hru/sza) l In der zweiten Halbzeit war etwas die Luft raus, weil der Schlendrian Einzug hielt und zwei Leistungsträger ausgewechselt wurden, die der ersten Mannschaft in Jeber-Bergfrieden helfen sollten.

Die FSG ging ein sehr hohes Tempo, dem die Gäste nicht folgen konnten. Trotz aller Überlegenheit gab es in der Chancenverwertung Defizite. Fast alles, was sich die FSG vorgenommen hatte und vorgegeben bekam, konnte sie auch umsetzen.

Bereits in der dritten Minute beendete Eric Metzker seine lange Torflaute. Aus einem Gewühl heraus vollendete er zum 1:0. In der siebten Minute war er wieder zur Stelle und schloss zum 2:0 ab. Vorangegangen war eine schnelle Ballpassage über mehrere Stationen. In der zwölften Minute gelang ihm ein lupenreiner Hattrick zum 3:0. Ganz überlegt hob er den Ball über den Torhüter ins Tor.

Schon hier war zu erkennen, dass er es diesmal wissen wollte. Er schoss sich den ganzen Frust von der Seele.

In der 20. Minute konnte Piet de Vries seine ganze Körpergröße nutzen und versenkte den Ball nach maßgenauer Flanke von Jonas Rudolf zum 4:0 im Kasten. Vier Minuten später war dann Rudolf dran. Nach schöner Einzelaktion tanzte er den Torwart aus und schob den Ball zum 5:0 ins Gehäuse.

Dann war es wieder Metzker, der nach Eingabe von Hannes Sohn richtig stand und zum 6:0 vollendete (34.). Das 7:0 erzielte Marcus Edner, der nach Ecke von Rudolf zur Stelle war (39.). Anschließend bis zur Halbzeitpause hatten Steffen Fräßdorf, Christian Friedrich und Metzker es auf dem Fuß, das Ergebnis zweistellig zu gestalten. Die Gäste waren völlig überfordert. Das in die Breite angelegte Spiel der FSG ließ sie nur hinterherlaufen.

In der Halbzeitpause gab es mahnende Worte durch den Trainer, in der Konzentration nicht nachzulassen, was phasenweise unberücksichtigt blieb. Die zweite Hälfte begann nach einigen Schlendrian-Einlagen mit einem Doppelschlag von Sebastian Zähle und Sohn zum 8:0 und 9:0 (55., 56.). Rudolf servierte Zähle den Ball direkt in den Lauf und er verwandelte sehr überzeugend. Sohn schloss mit einem Hammer aus zirka 16 Metern in das rechte obere Toreck ab.

In der 64. Minute war Metzker mit seinem fünften Tor nach Vorlage von Rudolf zur Stelle. Beide beendeten vorzeitig die Partie, weil sie genau wie Sohn der Ersten aushelfen sollten.

In der 70. Minute zeigte de Vries, dass er auch spielerisch überzeugen kann. Bei seinem Vormarsch ließ er mehrere Gegner aussteigen und vollendete überlegt zum 11:0. Danach folgten einige Nachlässigkeiten. Zweimal scheiterte Edner. Statt gleich zu schießen, wollte er den Keeper ausspielen und verhaspelte sich dabei.

"Das sollte kein Maßstab sein, aber einiges zur Stabilisierung des Selbstvertrauens beitragen."

Trainer Helmut Rudolf.

Dann scheiterten Chr. Friedrich und Fräßdorf. Statt das Ergebnis weiter zu erhöhen, kassierte die FSG einen Gegentreffer, der recht kurios war. Einen Freistoß aus zirka 35m ließ Torwart Steffen Hinz durch seine Hände gleiten. Sicher auch eine Folge der Beschäftigungslosigkeit während des gesamten Spieles.

In der 87. Minute machte auch Ch. Friedrich sein Tor zum 12:1, nachdem er kurz zuvor mit einem Kracher am linken Tor- eck scheiterte.

"Es war eine ordentliche spielerische Leistung, die mit einem Kantersieg gegen einen schwachen und in Unterzahl spielenden Gegner belohnt wurde. Das sollte kein Maßstab sein, aber einiges zur Stabilisierung des Selbstvertrauens beitragen", hofft Trainer Helmut Rudolf.

FSG Vorfläming II: Hinz - Zähle, Reich, de Vries, S.-B. Friedrich, Edner, St. Fräßdorf, Sohn, Rudolf (71. Bilepp), Ch. Friedrich, Metzker (65. Heilig).

SR: Heinz Kasper (SG JeberBergfrieden). ZS: 12.