Nach dem spannenden Derby gegeneinander stehen für die Landesklasse-Teams des SC Nedlitz und des TSV Rot-Weiß Zerbst am heutigen 24. Spieltag wieder unterschiedliche Aufgaben an.

Nedlitz/Zerbst l Das Spitzenspiel der Liga steigt heute in Nedlitz, denn der Tabellenfünfte, der SC Vorfläming Nedlitz, erwartet mit dem HSV Medizin Magdeburg den aktuellen Dritten.

Die Nedlitzer können entspannt an diese Partie herangehen, denn sie haben ihr Ziel, den Klassenerhalt, längst erreicht. Dennoch brennen die Spieler um das Trainer-Duo Helmut Friedrich/Thomas Giese und wollen ihre Erfolgsserie, sie sind jetzt im siebten Spiel in Folge ungeschlagen, fortsetzen. Der Punktgewinn in Zerbst in der Vorwoche fühlte sich für die SC-Kicker wie ein Sieg an. Das sah auch Trainer Friedrich so: "Wir haben uns sehr über den Punkt gefreut und für uns war es wie ein Gewinn."

Nun wollen sie auch heute erfolgreich sein, denn gegen den HSV ist noch eine Rechnung offen, da das Hinspiel mit 0:2 verloren wurde. Die personelle Lage entspannt sich vorerst nicht. Zwar kann der gesperrte Christian Schmidt heute wieder auflaufen. Dafür fehlen aber Marcel Kilz und Thomas Sanftenberg privat. Hannes Mielchen fehlt beruflich bedingt und Kevin Nitschke und Daniel Pilatzek sind weiterhin verletzt.

Doch damit kann der Coach längst gut umgehen. "Im Moment ist es egal, wer spielt. Alle geben ihr Bestes, holen immer alles aus sich heraus und stellen sich voll in den Dienst der Mannschaft. Ich hoffe, dass dies auch heute so bleibt, dann können wir erfolgreich sein."

Nach dem 1:1-Remis gegen Nedlitz, das sich für die Zerbs- ter wie eine Niederlage angefühlt hatte, wartet heute auf die Marks-Truppe ein von der Papierform her schlagbarer Gegner. Der Tabellenvierte aus Zerbst muss beim Elften SV Groß Santersleben antreten. Im Hinspiel siegten die Rot-Weißen 4:2.

Trainer Torsten Marks muss heute auf Marcel Gieseler (Rippenprellung) und Patrick Möbius (Achillessehnen-Probleme) verzichten. Weiterhin fehlen Stefan Kunitschke, Nicky Lahne und Christopher Sens (alle verletzt). Dafür können Sebastian Sens und Marcel Reichhardt wieder auflaufen.

Die Marschroute des Trainers ist klar gesetzt: "Wir wollen da heute was mitnehmen, aber es wird kein Selbstläufer", sagte er. Die Börde-Kicker sorgten zu Beginn der Serie für Furore, führten sogar die Tabelle eine Zeit lang an. Doch mittlerweile wurden sie ganz schön nach unten durchgereicht.

Marks hofft, dass sich seine Jungs "für den großen Aufwand, den sie betreiben, auch mal belohnen". Das hatte ja im Spiel gegen Nedlitz nicht geklappt. "Fürs Schönspielen gibt es nunmal nichts. Fußball ist ein Ergebnissport und da müssen Tore her", so der Dannigkower.

Vor allem müssen die Rot-Weißen den Santerslebener Torjäger Tobias Herrmann, der mit 25 Saisontoren auf Rang drei der Torjägerliste steht, in den Griff bekommen, aber da hat Trainerfuchs Marks sich sicher schon etwas ausgedacht.

Spitzenreiter Kleinmühlingen sollte gegen Niegripp (13.) keine Mühe haben. Der Zweite, der SV Germania Olvenstedt, hat es da beim kampfstarken SSV Besiegdas (6.) schwerer.