Gegen den Tabellendritten der Landesklasse 2, den HSV Medizin Magdeburg, wollte sich der SC Vorfläming Nedlitz für die 0:2-Hinspielniederlage revanchieren, was mit dem 1:0 (0:0)-Sieg eindrucksvoll gelang.

Nedlitz l Die Personalprobleme reißen bei den Nedlitzern nicht ab. Dieses Mal fehlten mit Thomas Sanftenberg, Marcel Kilz (beide privat), Hannes Mielchen (Beruf), Daniel Pilatzek und Kevin Nitschke (beide verletzt) gleich fünf Spieler. Dennoch löste die Elf ihre Aufgabe sehr gut und bleibt weiterhin in der Erfolgsspur.

Christian Schmidt konnte nach dem Absitzen seiner fünften Gelben Karte wieder mitwirken. Beide Teams starteten offensiv. Es herrschte ein böiger Wind, den die Heimelf zuerst im Rücken hatte. Sie konnte sich leichte Feldvorteile erarbeiten. Nach einem Grundlinien-Durchbruch von Maik Fambach kam die Flanke genau in den HSV-Strafraum, doch kein SC-Spieler war einschussbereit (6.).

Nach einem weiteren sehenswerten Angriff brachte Florian Lehmann den Ball zu Kevin Göritz. Seine Eingabe landete über dem HSV-Tor (8.). Die größte Chance zur Führung hatte Eduard Hahn. Nach herrlichem Pass von Ron Scheil scheiterte er an HSV-Torhüter Tomotto Brachwitz (18.). Schmidt versuchte es mit einem Schuss aus der Distanz, doch die Kugel strich knapp über das Gehäuse (25.).

Die Gäste hatten nach einem Konter ihre erste nennenswerte Chance. Felix Pirg wurde lang geschickt und steuerte allein auf SC-Keeper Marcus Hoffmann zu, der geschickt den Winkel verkürzte (26.).

Die nächste Möglichkeit hatten die Nedlitzer. Fambach brachte Nikolai Kuklin in Schussposition, doch Brachwitz wehrte zur Ecke ab (36.). Den Eckball brachte Fambach gefährlich herein. Er kam genau auf den Kopf von Heiko Juskowiak, der Brachwitz zu einer Glanzparade zwang (37.).

Fambach und Kevin Göritz versuchten sich mit Distanzschüssen, doch es blieb beim 0:0-Unentschieden.

Nach dem Wechsel erhöhten die Gäste das Tempo, doch sie konnten die gut organisierte Abwehr um David Ritze nicht überraschen. In der 53. Minute starteten die Nedlitzer einen vielversprechenden Konter. Göritz erkämpfte sich einen schon verloren geglaubten Ball und startete einen Sololauf. Dabei ließ er drei Gegenspieler hinter sich und bediente den in den Strafraum laufenden Lehmann, der sicher zur 1:0-Führung vollendete.

Der HSV wollte schnell den Ausgleich. Nun kam unnötige Härte in die Partie, die aber vom aufmerksamen Schiedsrichter Ralf Lorenzat (Genthin) sofort unterbunden wurde.

Die Gäste versuchten es immer wieder über ihre schnellen Außen oder mit Distanzschüssen, blieben aber erfolglos. In der 69. Minute hatten sie die Ausgleich-Chance. Die SC-Elf bekam die Kugel nicht aus der Gefahrenzone. Im letzten Moment beförderte Fambach den Ball ins Seitenaus. Ein Freistoß des HSV verfehlte knapp das Ziel (76.). Nun spielten die Gäste auf Alles oder Nichts. Doch Gefahr kam nur bei Standards auf. Da hatte der SC mit Hoffmann einen zuverlässige Keeper zwischen den Pfosten.

In der Schlussphase unterstützte Torwart Brachwitz die Angriffsbemühungen des HSV. Dadurch hatte die Heimelf viel Platz zum Kontern. Göritz hatte die Möglichkeit zu erhöhen, doch Brachwitz klärte im letzten Moment zur Ecke.

Es blieb auch in der dreiminütigen Nachspielzeit bis zum Schlusspfiff einer spannenden Partie beim knappen, aber durchaus verdienten 1:0-Sieg der Nedlitzer.

Die SC-Elf bedankt sich bei den Fans aus Steutz, Loburg, Deetz und Zerbst für die lautstarke Unterstützung. Am Samstag müssen die Nedlitzer bei Arminia Magdeburg antreten. Sie wollen versuchen, auch im achten Spiel in Folge ohne Niederlage zu bleiben.

SC Nedlitz: Hoffmann - Juskowiak, Ritze, Scheil, Alarich (72. Specht), Fambach, Hahn, Schmidt, Lehmann, Göritz, Kuklin (82. Puls).

SR: Ralf Lorenzat (Fortuna Genthin), Ewald Fink, Normann Schulz. ZS: 46.