Nedlitz/Zerbst (sza) l In der Landesklasse 2 steht heute wieder ein Spitzenspiel an. Dieses steigt in Nedlitz. Dort erwartet der Tabellenfünfte, der SC Nedlitz, den Spitzenreiter aus Olvenstedt. Die Zerbster vom TSV Rot-Weiß müssen heute beim Neunten, Germania Güsen, ran.

Nedlitz (5.) - Olvenstedt (1.). Die Nedlitzer möchten heute im Spitzenspiel ihre gute Serie fortsetzen. Sie können selbstbewusst agieren, denn im Hinspiel stand ein 2:1-Sieg zu Buche.

Wie fast vor jeder Partie muss Trainer Helmut Friedrich knobeln, wie er eine spielstarke Elf auf den Platz bekommt, denn die Personalsorgen reißen nicht ab. Heute fehlen neben den Verletzten Kevin Göritz, Kevin Nitschke und Daniel Pilatzek auch Christian Schmidt (privat) und Thomas Sanftenberg (Arbeit). Dafür sind die zuletzt gesperrten Eduard Hahn und Philip Alarich wieder dabei. Auf der Bank sitzen Michael Specht, Oliver Körner und Niclas Puls. Ob Nikolai Kuklin auflaufen kann, war noch offen.

Dennoch war der Coach optimistisch: "Wir wollen unsere Serie fortsetzen und uns gut präsentieren. Wenn jeder sein Bestes gibt, ist das in Ordnung. Wichtig ist eine geschlossene Mannschaftsleistung. Am Ende werden wir sehen, was dabei rauskommt."

Wichtig wird es sein, die beiden Torjäger der Germania, Patrick Kohrmann (28Treffer) und Andreas Bode (27), in Schach zu halten. Aber da hat Trainerfuchs Friedrich schon längst einen Plan. "Ich habe mir da schon Gedanken gemacht. Schade ist nur, dass gerade im Defensivbereich einige fehlen", sagte er und fügte an: "Wenn wir alles gegeben haben, ist auch ein Unentschieden akzeptabel. Die Gäste haben ja auch noch eine Rechnung offen und es wird sehr schwer werden."

Güsen (9.) - Zerbst (4.). Auf die Rot-Weißen aus Zerbst wartet zumindest von der Papierform her eine lösbare Aufgabe. Aber einfach wird sie nicht, denn auch im Hinspiel gab es beim 1:1 eine Punkteteilung. Auch die Güsener haben mit Christian Vormeister (14) und Josef Bonitz (12) zwei Toptorjäger in ihren Reihen, die es zu bändigen gilt.

Trainer Torsten Marks muss neben den verletzten Patrick Möbius, Carsten Kosel, Christopher Sens und Nicky Lahne auf Otto Möbius (5. Gelbe Karte) sowie Florian Sens und Johannes Tiede (privat) verzichten. Dafür ist Kai Lukan zurück und Stefan Kunitschke sitzt auf der Bank.

"Auch wenn wir nicht alle Kräfte zur Verfügung haben, sind wir gut besetzt. Die personelle Situation müssen wir heute kompensieren. Da sind alle Spieler gefragt", sagte Marks, der die Güsener als "sehr unbequemen Gegner" einschätzt.

Die Güsener hatten in der Vorwoche in Neuenhofe 1:3 verloren und wollen etwas gut machen. Mit einer kleinen Serie könnten sie in der Tabelle noch weiter nach vorn klettern.

"Dieser Gegner wird uns alles abverlangen. Ich werde an den Ehrgeiz jedes Einzelnen appellieren. Kein Spiel ist ein Selbstläufer", betonte Marks. "Das haben wir in der Vorwoche gegen Gommern gesehen. Auf dem kleinen Platz in Güsen wird es ein schwieriges Unterfangen. Da sind wir gefordert und müssen alle Tugenden einbringen, wenn wir erfolgreich sein wollen", sagte der 41-Jährige.

Der Tabellenzweite Kleinmühlingen/Zens hat es im Heimspiel gegen den Sechsten, den SV Blau-Weiß Neuenhofe, auch nicht einfach. Der Tabellendritte vom HSV Medizin muss heute beim Vorwochen-Gegner der Zerbster, beim SV Eintracht Gommern, ran.